ISEK-Abschluss: 42 Ideen für Neubeckum



Neubeckum (himm) - Die Neubeckumer Bürgerschaft war von Anfang an hochmotiviert, hat klare Vorstellungen vom Zukunftsbild ihres Stadtteils. Genau darum ging es bei der Erarbeitung des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK) für die Ortsmitte.

Über die sehr gute Resonanz bei der Abschlussveranstaltung zum ISEK seitens der Neubeckumer Bevölkerung freuten sich (v. l.) Helena Wala (Stadt Beckum), Bürgermeister Dr. Karl-Uwe Strothmann, Niklas Förstermann und Andreas Bachmann (beide Pesch und Partner Architekten und Stadtplaner), Johannes Waldmüller und Uwe Denkert (beide Stadt Beckum).

Die Abschlussveranstaltung zu dem Projekt fand am Mittwoch in der Mensa der Gesamtschule Ennigerloh-Neubeckum statt. Wiederum mit rund 80 Teilnehmern. Selbst Kinder- und Jugendliche fühlten sich angesprochen, mitzuwirken.

Waren es bei der Auftaktveranstaltung am 7. November 170 Interessierte gewesen, beteiligten sich während zweier Workshops am 5. Dezember und am 9. Mai bis zu 75 Personen aus allen Bevölkerungsschichten.

Andreas Bachmann und Niklas Förstermann vom Planungsbüro Pesch und Partner aus Dortmund stellten nun das Resultat vor. 42 Projekte, priorisiert nach kurzfristiger, mittelfristiger und langfristiger Umsetzbarkeit, sollen realisiert werden. Die Anwesenden waren nicht nur glücklich über das Ergebnis, das im Herbst noch vom Rat abgesegnet werden muss, bevor Förderanträge gestellt werden können.

Themenfelder wie die Verbesserung des Stadtbildes einschließlich von Fassaden sowie die Nutzung öffentlicher Einrichtungen wie das Freizeithaus als Stadteilzentrum werden beackert. Die Aufenthaltsqualität der Grünanlagen vor Ort soll verbessert werden. Kritische Anmerkungen fielen zum Thema Querung zum Edeka sowie zur Bahnhofssituation. Für dessen Vorplatz und Umgebung wurden ansprechende Umgestaltungslösungen samt Außengastronomie gezeigt.

Bürgermeister Dr. Karl-Uwe Strothmann beschrieb die Vermarktungsprobleme des Bahnhofsgebäudes. Deshalb habe man über die Verlegung der Feuerwehr an den Standort nachgedacht. Eine Bestandsaufnahme des Gebäudezustands sei erforderlich, um anschließend ein Qualifizierungsverfahren einzuleiten, machte das Büro Pesch deutlich. Wie bei der familienfreundlichen Gestaltung des Platzes der Städtepartnerschaft mit Vorschlägen mehrerer Architekten. Für die geforderte Pumptrack-Anlage nahmen die Stadtplaner die Standorte Hellbachtal und den Sportplatz am Kopernikus-Gymnasium in den Blick.

Die vorläufige Kostenschätzung zur Umsetzung der Projekte beläuft sich auf rund 20,2 Millionen Euro.

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