Jan Rüter leitet Anne-Frank-Gesamtschule



Gütersloh (ebl). Das Lied „Happy“ von Pharrell Williams tönt aus den Trompeten der Bläserklasse 7 d, nachdem ihr neuer Schulleiter seine Antrittsrede gehalten hat. Wortwörtlich fröhlich hat sich Jan Rüter den Gästen auf der Amtseinführung am Mittwoch präsentiert. In seinen Worten unterstrich er, dass die Schüler der Mittelpunkt der Anne-Frank-Gesamtschule seien und sie individuell gefördert werden müssten.

Gemeinsam am Ball für die Anne-Frank-Gesamtschule sind (v. l.): Sabine Schmitz (Lehrerrat), Melanie Steinmeier (Elternvertreterin), Jörg Witteborg (ehemaliger Schulleiter), Henning Schulz (Bürgermeister), Elke Schluckebier (Dezernentin), Jan Rüter (neuer Schulleiter), Gudrun Hönemann (stellvertretende Schulleiterin) und Pinar Sarilkan (Schülervertreterin).

„Schüler sind nicht das Objekt des Lernprozesses, sondern das Subjekt“, unterstrich der 41-Jährige in seiner Rede. 2005 hat Rüter als Referendar in der Anne-Frank-Gesamtschule angefangen und kennt die Sorgen und Nöte der Schüler.

 „Jedes Kind braucht drei Dinge: Aufgaben an denen es wachsen kann, Vorbilder und eine Gemeinschaft, in der man aufgehoben ist. Wir wollen individuelle Lernprozesse durch Lernbüros ermöglichen und die Beziehung zwischen Schüler und Lehrer in persönlichen Gesprächen stärken“, erklärte der ehemalige Zweitliga-Handballspieler. Genau an diese sportliche Vergangenheit knüpfte Elke Schluckebier, Dezernentin für die Gesamtschulen, an: „Ein Trainer im Handball muss seine Spieler begeistern und fördern. Aber aus einem guter Trainer wird nicht gleich ein guter Lehrer. Sie haben sich als stellvertretender Schulleiter über Jahre gut eingebracht.“

Rückhalts des Kollegiums, der Schüler und der Stadt

Genau diese Tätigkeit verschaffe ihm in seiner neuen Position Vorteile, wie Güterslohs Bürgermeister Henning Schulz (CDU) anmerkte: „Ihnen kommt es zu Gute, dass sie hier nicht bei Null anfangen. Sie haben den Rückhalt des Kollegiums, der Schüler und der Stadt.“ Rüters Vorgänger, Jörg Witteborg, erzählte auf der Veranstaltung eine Anekdote über den Nachfolger: „Da wir im selben Ort wohnen, haben wir einige Fahrgemeinschaften organisiert. Auf den Fahrten haben wir gemerkt, dass uns die Schule im gleichen Maß am Herzen liegt und wir auf einer Wellenlänge sind.“

In der Mediothek der Schule kamen auch weitere Wegbegleiter zu Wort. Sabine Schmitz, Vertreterin des Lehrerrats, lobte die Zusammenarbeit mit Rüter sowie den Willen, Entwicklungsprozesse und die Digitalisierung voranzutreiben. Elternvertreterin Melanie Steinmeier überreichte ihm eine Schultüte, die mit Geschenken gefüllt war. Darunter ein Löwe als Plüschtier: „Dieses Tier steht für Mut – und genau diesen Mut hast du, weil du regelmäßig neue Dinge ausprobierst.“

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