Josephs-Hospital weiter ausgebaut


Warendorf (pw)- Mit der Fertigstellung des zweiten Bauabschnitts hat das Josephs-Hospital ein weiteres Etappenziel auf dem Weg seiner Modernisierung erreicht. 

In den großzügigen Räumlichkeiten der Zentralen Notaufnahme stellten (v. l.) Michael von Helden (Stellvertretender Verwaltungsleiter), Kurator Rainer Budde und seine Stellvertreterin Doris Kaiser sowie Krankenhausdirektor Peter Goerdeler die neu gestalteten Räume vor. Sie stehen vor dem Empfangstresen, an dem sich Notfall-Patienten anmelden, die als „Fußgänger“ durch den neuen Direkteingang kommen. Foto: Wild

Die beiden komplett sanierten unteren Geschosse des Altbauflügels sind in erster Linie „Backoffice“-Bereiche für die funktionale Ergänzung der neuen Zentralen Notfallaufnahme und der Intensivstation auf derselben Ebene im vorgelagerten Neubau. Bei einem Pressetermin haben Verwaltungsleitung und Kuratorium am Mittwoch die neu gestalteten Räume präsentiert.

Mehr Ambiente, mehr Funktionalität

Hintergrund In mehreren Bauabschnitten passt das Josephs-Hospital sein Raumprogramm an die neuen Herausforderungen der Patientenbetreuung an. In einem ersten Bauabschnitt war der Anbau im April 2020 fertig geworden; gegenüber dem Plan zwar mit einem halben Jahr Verspätung, aber nach Auskunft der Krankenhausleitung im selbstgesteckten Kostenrahmen. Bis auf wenige Feinarbeiten ist jetzt auch der zweite Bauabschnitt fertig: der Umbau des Erdgeschosses und des ersten Obergeschosses im benachbarten Altbauflügel. Auch das gehörte zum Gesamtbauprojekt, das laut Verwaltungsdirektor Peter Goerdeler und Kurator Rainer Budde für „unter 30 Millionen Euro“ realisiert wurde.

Sie sind mehr als nur ein schönes Ambiente, das stationär aufgenommen sowie ambulanten Notfall-Patienten den Aufenthalt angenehmer macht. Auch für das ärztliche und pflegerische Personal sowie für den Rettungsdienst soll die durchdachte Funktionalität die Arbeitsbedingungen verbessern und die Abläufe optimieren. Davon jedenfalls zeigten sich Verwaltungschef Peter Goerdeler und sein Stellvertreter Michael von Helden sowie Rainer Budde und Doris Kaiser als Vertreter des Kuratoriums überzeugt.

Und offenbar hat schon der vor knapp einem Jahr fertiggestellt sechsstöckige Anbau auch dazu geführt, dass die Patientenzufriedenheit deutlich verbessert ist. Laut Goerdeler hat sich das Josephs-Hospital in einem Ranking unter 70 eigenständigen Krankenhäusern bundesweit, die im „Clinotel“-Verbund organisiert sind, von einem Platz „im unteren Drittel“ auf Rang vier in der Bewertung durch Patienten hochkatapultiert. Und Budde berichtet, dass sich Vertreter zahlreicher anderer Krankenhäuser aus dem In- und Ausland bereits die neue Raumkonzeption angesehen, für mustergültig und nachahmenswert befunden haben.

Neuer Empfang für Notfallpatienten

<mediaobject class="imageright" id="X0.5230171609014418" type="image" uid="53a5e964-e332-402b-9775-5282e4119d3f" url="http://ecms.die-glocke.de/alfresco/d/d/workspace/SpacesStore/53a5e964-e332-402b-9775-5282e4119d3f/waf_jh_schwesternzimmer.JPEG" uuid="53a5e964-e332-402b-9775-5282e4119d3f"> <element name="Unterschrift"/> <element name="Quelle"/> </mediaobject>Die Kombination von vorgelagertem Neubau und Altbauflügel links des Foyers stellt vor allem für ambulante und Notfall-Patienten eine Verbesserung dar. Wer in medizinischen Notfällen, auch nachts oder an Wochenenden, durch den separaten „Notfall“-Eingang kommt, findet hinter dem Informationstresen im großzügigen Foyer Ansprechpartner, die je nach Art und Dringlichkeit der notwendigen Behandlung entweder in die Zentrale Notaufnahme (ZNA) des Krankenhauses oder die Notfallpraxis der niedergelassenen Ärzte vermitteln, die eigene Räumlichkeiten erhalten.

Neu geschaffen wurden im Altbau auch Räume, um auf Notfallpatienten, die nicht stationär aufgenommen, aber sicherheitshalber kurzzeitig an Überwachungsmonitore angeschlossen werden sollen, ein Auge zu haben. Sechs Betten hat diese neue „Notaufnahmestation“. Schließlich hat auch die Radiologiepraxis von Professor Dr. Uhlenbrock in dem Trakt, in dem früher die Physiotherapie untergebracht war, neue Räumlichkeiten angemietet. Damit ist auch das Röntgen in unmittelbarer Nähe der Notaufnahme nun möglich. 

Krankentransportanfahrt optimiert

Insgesamt ist die ZNA räumlich doppelt so groß wie zuvor und zudem auch mit der neuesten Technik ausgestattet, sagt Direktor Peter Goerdeler. Die Anfahrt der Rettungstransport- und Notarztfahrzeuge über den überdachten Innenhof ist jetzt auf derselben Ebene wie die ZNA: Wer liegend antransportiert wird, muss nicht mehr erst in einen Aufzug geschoben werden. 

<mediaobject class="imageleft" id="X0.9735216473722206" type="image" uid="d51b5ba3-89a3-464c-afbd-3e6c8ad19ab4" url="http://ecms.die-glocke.de/alfresco/d/d/workspace/SpacesStore/d51b5ba3-89a3-464c-afbd-3e6c8ad19ab4/waf_jh_covid_intensiv.JPEG" uuid="d51b5ba3-89a3-464c-afbd-3e6c8ad19ab4"> <element name="Unterschrift"/> <element name="Quelle"/> </mediaobject>Das erste Obergeschoss des Altbauteils – wo früher die ZNA war – ist jetzt so etwas wie der „Backoffice“-Bereich der Intensivstation mit Schleusen, Umkleiden und Sozialräumen. Die Patientenzimmer der Intensivstation sind im neuen Anbau – die Bettenzahl hat sich auf insgesamt 16 verdoppelt. Damit kann das Josephs-Hospital mehr Notfallpatienten aufnehmen. „Dass wir dem Rettungsdienst einen Aufnahmestopp melden müssen, ist jetzt die absolute Ausnahme“, versichert Goerdeler.

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