Junge Mutter bei Unfall in Steinhagen getötet



Steinhagen (ei/gl) - In den frühen Morgenstunden ist eine Frau am Dienstag in Steinhagen bei einem Unfall ums Leben gekommen. Laut der örtlichen Polizei  wurde die 23-Jährige dabei durch die Heckscheibe des Pkw geschleudert. Ihre zweijährige Tochter überlebte den heftigen Unfall schwer verletzt.

Bei mehreren Unfällen in Steinhagen sind am frühen Dienstagmorgen vier Personen verletzt und eine Frau getötet worden.

Als die 23-Jährige Mutter mit einem Polo links in die Wiesenstraße abbiegen will, erkennt das eine nachfolgende Audifahrerin (26) zu spät und fährt auf. Durch die Wucht des Aufpralls wird der Kleinwagen in den Gegenverkehr geschoben, dort kann ein 22-Jähriger Skodafahrer nicht mehr ausweichen und fährt in das Heck des Polo.

23-Jährige wird aus dem Auto geschleudert

Die junge Steinhagenerin wird aus dem Fahrzeug herausgeschleudert, später ermitteln die Polizeibeamten, dass sie nach ersten Erkenntnissen angeschnallt war. Sie erliegt noch an der Unfallstelle ihren Verletzungen. Die zweijährige Tochter, die auf der Rückbank in einer Babyschale transportiert wird, wird durch das verbogene Blech in dem Wrack eingeklemmt und muss später von der Feuerwehr befreit werden.

Nach einer ersten Behandlung an der Unfallstelle werden die Schwerverletzten in Krankenhäuser eingeliefert, die Zweijährige in die Kinderklinik nach Bethel. Ins gesamt fünf Ersthelfer werden durch das Geschehen massiv geschockt, Opferschutzbeauftragte und Notfallseelsorger kümmern sich um die beiden. Auch die Einsatzkräfte werden später psychologisch betreut.

Schulbus-Fahrer reagiert geistesgegenwärtig

Die Isselhorster Straße muss im Zuge der Beweissicherung und der Rettungsarbeiten zwischen der Münsterlandstraße in Gütersloh und der Brockhagener Straße in Steinhagen für mehrere Stunden gesperrt werden. In dieser Zeit werden nach der Behandlung der Verletzten die Unfallspuren gesichert.

Der Leiter der Haller Polizeiwache, Uwe Ahlemeyer, lobt besonders einen Schulbusfahrer, der wenige Augenblicke nach dem Unfall in der Wiesenstraße an der Bushaltestelle hält. Er schickt die jungen Fahrgäste in den hinteren Teil des Busses, setzt den Bus noch einige Meter zurück und leistete selber Erste Hilfe. Später kehrt er zu den jungen Fahrgästen zurück, muss sich aber von einem Kollegen ablösen lassen.

Die Fahrzeuge, an denen durch den Unfall jeweils Totalschaden entstand, werden später von der Polizei für weitere Untersuchungen sichergestellt. Der Schaden wird auf etwa 70.000 Euro geschätzt.

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