Kängurus im Park sterben durch Giftpflanze



Oelde (eh) - Drei Kängurus in der Erlebnisfarm im Oelder Vier-Jahreszeiten-Park sind tödlich vergiftet worden. Wie der Park-Betreiber Forum Oelde mitteilte, haben die Tiere Eibengewächse (Taxus) gefressen. Durch den Verzehr sollen die drei Kängurus elendig verendet sein.

Nicht zu übersehen sind die Schilder „Bitte nicht füttern“, die an den Gehegen auf der Erlebnisfarm im Oelder Park hängen. Forum-Chefin Melanie Wiebusch und Tierpfleger Peter Rollié bitten alle Besucher darum inständig, sich daran zu halten. Drei Kängurus sind elendig eingegangen, weil sie giftigen Taxus (Eibengewächse) gefressen haben.

„Bitte nicht füttern!“ Unmissverständlich weisen die Verantwortlichen von Forum Oelde an mehreren Stellen der Erlebnisfarm im Vier-Jahreszeiten-Park darauf hin, dass kein Besucher den Tieren etwas zu fressen geben darf. Dass einige diese Schilder nicht beachten, ob nun gut gemeint oder böswillig, hat jetzt drei Kängurus das Leben gekostet.

Viele Besucher werfen Dinge ins Gehege

Die Tiere – zwei erwachsene Kängurus und ein Jungtier – seien elendig eingegangen, weil sie Taxus gefressen hätten und damit vergiftet worden seien, erläutert Peter Rollié. Immer wieder stellt der Tierpfleger, der sich um alle Tiere auf der Farm kümmert, fest, dass Besucher etwas in die Gehege geworfen haben – von giftigen Zweigen bis zu Plastiktüten.

Er geht davon aus, dass die meisten die Tiere trotz des Verbotes füttern, um ihnen etwas Gutes zu tun. Was sie damit anrichten können, ist jetzt auf eine Weise deutlich geworden, die die Verantwortlichen erschüttert hat.

Forum möchte auf zusätzliche Überwachung verzichten

Forum-Geschäftsführerin Melanie Wiebusch betont, dass sich die meisten Besucher auf der Farm korrekt verhielten. Sie schätzten das Angebot und beachteten die Regeln. Die wenigen, die dies nicht täten, dürften nicht allen anderen das schöne Erlebnis verleiden, sagt sie. Daher sei auch niemandem bei Forum Oelde daran gelegen, beispielsweise über zusätzliche Kameras zur Überwachung nachzudenken. Wenn Regeln aber weiterhin ignoriert würden, werde das zum Thema.

Um das Wohl der Tiere kümmern sich auf der Farm diejenigen, die dafür verantwortlich sind und sich damit auskennen. „Niemand muss Sorge haben, dass hier ein Tier Hunger leidet“, betont Melanie Wiebusch. Die Kängurus beispielsweise bekämen als Vegetarier zum Beispiel eine Mischung aus Obst und Salat und eine Körnermischung, erläutert Rollié. Und das täglich frisch. Wenn Kinder die Tiere gern einmal füttern wollen, können sie die speziell angebotenen Fütterungen besuchen, beispielsweise an Ostersonntag und -montag von 11 bis 13 Uhr.

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