Kein „Das Leben des Brian“ an Karfreitag



Hamm/Bochum (dpa) - Seit Jahren kämpft die Initiative „Religionsfreiheit im Revier“ gegen das Verbot, bestimmte Filme an stillen Feiertagen zu zeigen. Das Amtsgericht Bochum hatte ein Bußgeld über 100 Euro verhängt, weil die Initiatoren am Karfreitag 2014 den Film „Das Leben des Brian“ gezeigt hatten.

Das Bußgeld hat Bestand: Wer Filme wie „Das Leben des Brian“ öffentlich an Karfreitag vorführt, muss weiterhin mit einer Geldstrafe rechnen, wie das OLG Hamm am Donnerstag mitteilte.

In diesem Film der britischen Komikergruppe Monty Python wird der naive und unauffällige Brian, zur selben Zeit wie Jesus geboren, durch Missverständnisse gegen seinen Willen als Messias verehrt. Viele Christen fühlen sich durch diesen Film in ihren religiösen Gefühlen verletzt.

Gegen das verhängte Bußgeld war ein Mitglied der Bochumer Initiative juristisch vorgegangen. Zu Unrecht, wie jetzt das Oberlandesgericht (OLG) in Hamm entschieden hat. Das Bußgeld wegen vorsätzlicher Zuwiderhandlung gegen das Feiertagsgesetz in Nordrhein-Westfalen hat Bestand, wie das Gericht am Donnerstag mitteilte.

Weitere Rechtsbeschwerden ließ das OLG nicht zu, alle Fragen seien bereits höchstrichterlich geklärt. Das Verbot sei eindeutig (Az.: 2 RBs 59/16, rechtskräftige Entscheidung vom 27. Mai 2016).

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