Kein Verständnis für Falschparker



Ahlen (at) - Für keinen guten Einfall hält Thomas Schliewe (Bädergesellschaft) die Idee, in den Grünbereichen rund ums Freibad am Bürgermeister-Corneli-Ring zu parken. „Wir freuen uns wirklich über jeden Badegast, aber das geht nicht“, sagt der Abteilungsleiter und bittet um etwas mehr Rücksicht.

Kreuz und quer parken am Bürgermeister-Corneli-Ring in Ahlen vor dem Freibad Autos. Die Stadt weist daraufhin, dass dies gefährlich und aus guten Gründen verboten sei.

Vor allem Radfahrern und Fußgängern kommen die auf Grünstreifen und Freifläche parkenden Autos gefährlich nah. Was die Sache noch ärgerlicher macht: Der Fuß- und Radweg wird regelmäßig als Fahrbahn missbraucht. Aber auch die jungen Bäume, die entlang der Straße gepflanzt worden sind und die besondere Pflege benötigen, leiden unter den kreuz und quer abgestellten Autos.

Schaue man genau hin, könne man schon an der einen oder anderen Linde Spuren von touchierenden Fahrzeugen erkennen, ist Ahlens Grünflächenchef Jörg Pieconkowski verschnupft. „Das muss nicht sein.“ Er kann und will kein Verständnis für die Bequemlichkeit mancher Badbesucher aufbringen. Auf den bei der gegenwärtig herrschenden Hitze staubtrockenen Grünflächen zu parken, sei ohnehin eine große Dummheit. „Ruckzuck lösen die unter dem Auto sitzenden Katalysatoren ganze Flächenbrände aus.“ Trockenes Gras und Laub können sich nämlich an den mehrere hundert Grad heiß werdenden Bauteilen in Windeseile entzünden.

Thomas Schliewe hat jetzt reagiert. Am Eingang zum Freibad informieren Hinweistafeln über das zwischen Bäumen und auf Wiesen bestehende Parkverbot. „Es wäre doch zu schade, nach einem schönen und entspannenden Tag im Freibad an sein Auto zurückzukehren, und das Ordnungsamt hat eine Visitenkarte hinterlassen“, deutet Schliewe augenzwinkernd an, dass die Falschparkerei auch ein Knöllchen zur Folge haben kann. Am besten sei es sowieso, zu Fuß oder mit dem Fahrrad zum Schwimmen und Bräunen zu fahren. Wer das nicht könne, müsse Verständnis dafür aufbringen, auch mal ein paar Schritte mehr zu laufen. Sein Tipp: „Am Sportpark Nord ist eigentlich immer etwas frei.“

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