Kindern fällt der Abschied schwer



Milte (gl) - Für die 18 Kinder und zwei Betreuerinnen aus Swensk/Weißrussland sind am vergangenen Sonntagmorgen erholsame und zugleich spannende Ferien zu Ende gegangen.

18 Kinder und zwei Betreuerinnen aus Swenk/Weißrussland waren zur Erholungsfreizeit in Milte.

Wie in jedem Jahr fiel den Gästen und den Gastfamilien der Abschied schwer. Zwei Tage zuvor trafen sich alle, die zum Gelingen der Erholungsfreizeit beigetragen hatten, auf dem Sportplatz in Milte zur Abschlussfeier. Anja Dolgova, Dolmetscherin aus Minsk, hielt einen Rückblick auf das vielseitige Programm, das den Kindern sehr gefallen hat. Sie würdigte das Engagement aller, die das Programm bereichert haben. Besonders dankte sie Tine Klose, die als Schwimmlehrerin zwei Wochen lang jeden Morgen mit den Kindern trainierte. Einige Kinder hatten bereits in früheren Jahren das Seepferdchen geschafft, in diesem Jahr konnte Tine Klose acht weitere Abzeichen und zehn Schwimmurkunden überreichen. Die 18 Kinder aus Weißrussland, zwischen acht und 13 Jahren alt, hatten für die Gäste ein umfangreiches Programm einstudiert: deutsche Gedichte, ein russisches Lied und kleine Theaterstücke auf Deutsch. Die Gäste hörten interessiert, aber auch amüsiert zu und feierten die Kinder mit tosendem Applaus. Olga Busko, Lehrerin aus Swensk, überbrachte einen Gruß der Eltern aus Weißrussland und bedankte sich in ihrem Namen bei der Kolpingsfamilie Milte und bei den Gasteltern für die nunmehr 20. Erholungsfreizeit. Sie unterstrich den Gewinn für die Gesundheit der Kinder, die in ihrer Heimat einer erhöhten radioaktiven Belastung in der Umwelt und in der Nahrung ausgesetzt sind. Anne Sendker, Mitorganisatorin der Kolpingsfamilie Milte, dankte den aus Müssingen, Einen und Milte kommenden Gastfamilien für ihr großes Engagement und ihre liebevoll Sorge um die Kinder. In der Kolpingsfamilie Milte hat in diesem Jahr die Generation „65 plus“ für die finanzielle Grundlage der Erholungsfreizeit gesorgt. Organisatorin Claire Mesch vermerkte, dass Adolph Kolping sicherlich im Jahre 1849 an solches Engagement dachte, als er sagte: „Was dem einzelnen zu schwer wird oder woran er oft verzagt, das gedeiht ohne Mühe, wenn gemeinsame Kräfte, sich gegenseitig Stütze und Halt, dem Ziele zustreben.“

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