Kreis Gütersloh: Aus Impfzentrum wird Impfstelle


Der Kreis Gütersloh bringt voraussichtlich Ende November das zum Oktober geschlossene Impfzentrum wieder an den Start.

Voraussichtlich Ende November wird das Impfzentrum des Kreises Gütersloh wieder eröffnet. Allerdings läuft die Einrichtung dann unter dem Begriff Impfstelle. Archivfoto: Steinecke

Kreis Gütersloh (gl) - Die Verwaltung folgt damit einem Erlass des Landes NRW. 

Drei Impfstraßen an drei Tagen pro Woche

Mit zunächst drei Impfstraßen an drei Tagen in der Woche wird die sogenannte Impfstelle an der Marienfelder Straße 351 in Gütersloh den Betrieb aufnehmen. Sie soll laut Mitteilung vorübergehend als ergänzendes Angebot die Impfkampagne der niedergelassenen Ärzte unterstützen. 

Nach der landesweiten Schließung der Impfzentren Ende September sollten die Impfungen eigentlich ausschließlich über die Hausärzte laufen. Lediglich mit wenigen mobilen Einsätzen – damals wurde von etwa drei pro Monat ausgegangen – sollte die Koordinierende Covid-Impfeinheit (Koci) des Kreises unterstützen und für Personen, die keinen Hausarzt haben, ein Impfangebot schaffen. 

Impfeinheit und Ärzte von Nachfrage erschlagen

Die Nachfrage war jedoch so groß, dass Koci-Leiterin Sandra Lange und ihr Team in Absprache mit den Kommunen regelmäßig mobile Impfstationen einrichteten. „Mit dem aktuell dynamischen Infektionsgeschehen steigt die Anzahl der Impfwilligen“, sagt Lange. 

Auch Booster-Impfungen sehr gefragt

„Auch die Booster-Impfungen sind sehr gefragt, sodass wir mit mobilen Impfstationen den Andrang nur noch schwer bewältigen können.“ Allein in dieser Woche rückt das Impf-Team vier Mal aus. Die Terminliste reicht bereits jetzt bis in den Januar hinein. Mit den steigenden Fallzahlen und der aktuellen Entwicklung sei schnell deutlich geworden, dass ein zusätzliches Angebot geschaffen werden müsse.

Landrat: „Gab für Impfzentrum keinen Standby-Modus“

„Das Impfzentrum war geschlossen, es gab keinen Standby-Modus. Aber sobald sich die Möglichkeit zur Einrichtung der Impfstelle abzeichnete, sind wir in die Vorbereitung gegangen“, betont Landrat Sven-Georg Adenauer (CDU). 

Am 9. November mit Vorbereitungen gestartet

Schon zwei Wochen vor Veröffentlichung des neuen Erlasses am Dienstag, 9. November, war die Koci mit den Vorbereitungen der Impfstelle gestartet: Die Elektrik wurde wieder angeschlossen, die technische Ausrüstung reaktiviert, die Trennwände zu den Impfstraßen aufgebaut und das Mobiliar besorgt. 

Vorteil: Immobilie ist ungenutzt

„Wir im Kreis Gütersloh haben den Vorteil, dass wir die Immobilie auf dem Flughafengelände weiterhin nutzen dürfen und so das ehemalige Impfzentrum schnell wieder als stationäre Impfstelle reaktivieren können“, erläutert Krisenstabsleiter Frank Scheffer. 

Angebot für Impfwillige ab 16 Jahren

In der stationären Impfstelle an der Marienfelder Straße können sich Impfwillige ab 16 Jahren ihren ersten, zweiten oder teilweise sogar dritten Piks abholen. Wie berichtet, sieht die Empfehlung der Ständigen Impfkommission derzeit Booster-Impfungen lediglich bei über 70-Jährigen, bei Personen aus Pflegeberufen oder aus medizinischen Bereichen sowie bei Bürgern vor, die ihre Erstimpfung mit Johnson & Johnson erhalten haben. 

Keine Impfung ohne Termin

Personen mit Vorerkrankungen sollen sich an ihren jeweiligen Hausarzt wenden. Die Impfstelle wird voraussichtlich mittwochs, freitags und samstags öffnen – also an den Tagen, an denen die Hausärzte in der Regel nur einen eingeschränkten Praxisbetrieb haben. Für den Besuch der Impfstelle brauchen die Impflinge einen Termin. 

Kreis richtet Buchungsportal ein

Den können sie sich demnächst über das neue Buchungsportal des Kreises Gütersloh reservieren. Derzeit laufen die weiteren Planungen für die Eröffnung der Impfstelle. Personal muss eingestellt werden und die Impfstoffbestellung bedarf eines Vorlaufs. Parallel zu diesem stationären Impfangebot wird die Koci weiterhin die mobilen Impfstationen anbieten. 

Mehr dazu im Internet.

Texte und Fotos von die-glocke.de sind urheberrechtlich geschützt. Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.