1000 Anträge liegen inzwischen vor
1000 Anträge auf Mittel aus dem Bildungs- und Teilhabepaket liegen inzwischen kreisweit vor. Täglich gehen derzeit rund 60 weitere ein.

Die gibt es unter anderem für Schulmaterial, Nachhilfe, Mittagessen und Freizeitaktivitäten. Rund 1000 Anträge liegen inzwischen auf dem Tisch. Das berichtete Judith Schmitz, Leiterin der Abteilung Arbeit und Soziales beim Kreis, am Dienstag im Schulausschuss.

Anspruch auf Leistungen haben kreisweit rund 12 000 Kinder. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Hartz-IV-Bezieher und um Familien, die Anspruch auf Wohngeld oder Kindergeldzuschlag haben. Alle sind inzwischen – trotz anfangs eher zögerlicher Haltung in Teilen von Politik und Verwaltung – angeschrieben und informiert worden. Schließlich gibt es die Unterstützung nur auf Antrag.

Komplizierte Umsetzung

Wie komplex die praktische Umsetzung des Bildungs- und Teilhabepakets angesichts vieler Beteiligter ist, machte Guido Bolz vom Kreis deutlich, der das Projekt auf der Basis eines einheitlichen Antrags koordiniert. Während beispielsweise die 100 Euro des Schulbedarfspakets und die Fahrtkostenzuschüsse direkt an die Eltern ausgezahlt werden, müssen Kreis und Jobcenter Klassenfahrten, Lernförderung, Mittagessen und Freizeitaktivitäten direkt mit den Anbietern und Veranstaltern abrechnen.

Da das recht viele sind, die obendrein noch unterschiedlich arbeiten, ist die Abwicklung nicht ohne Probleme. Verbessern wird sich die Situation nach Einschätzung von Kreisdirektor Christian Jung, wenn der Kreis ab 2012 die Langzeitarbeitslosen allein – ohne die Agentur für Arbeit – betreut.

Mittagessen stark gefragt

Sehr stark gefragt ist die Übernahme der Kosten für das Mittagessen in Schule, Kindertagesstätte oder Hort. Ein Euro pro Mahlzeit müssen die Familien gleichwohl als Eigenanteil tragen. Mehr Anträge führen zu stärkeren Nachfragen, schließlich ist die Förderung an Bedingungen geknüpft. Mittel für Nachhilfeunterricht gibt es beispielsweise nur, wenn die Versetzung akut gefährdet ist – und auch nur für 35 Schulstunden pro Schuljahr.

Angesichts des Bildungs- und Teilhabepakets wird der Kreis bisher in diesem Bereich freiwillig gezahlte Hilfen in Höhe von rund 40 000 Euro streichen. Die Betroffenen hätten keine Nachteile, und man baue Ungleichbehandlungen ab, so der Kreis.

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