1000 Liter Chemikalien ausgelaufen
Bild: Eickhoff
Auf dem Gelände einer Spedition in Gütersloh kam es am Mittwochabend zu einem Großeinsatz der Feuerwehr. Dort waren 1000 Liter giftiges Zinksulfat ausgelaufen.
Bild: Eickhoff

Rund fünf Stunden waren die Feuerwehrleute auf dem Werksgelände im Einsatz. Gegen 18.15 Uhr war die Feuerwehr über den Unfall auf dem Gelände des ehemaligen Umschlagbahnhofs informiert worden. Die Blauröcke rückten mit den Löschzügen der Berufsfeuerwehr sowie der ehrenamtlichen Helfer aus Gütersloh, Spexard und Friedrichsdorf an. Einsatzleiter Werner Honnef standen so etwa 50 Einsatzkräfte zur Verfügung.

Offenbar, so die Informationen der Feuerwehr, war es beim Abladen eines Aufliegers zu dem Zwischenfall gekommen. Durch die Leckage lief die Flüssigkeit komplett aus.

Die Chemikalie wird in der Metallindustrie eingesetzt

Das Zinksulfat war in einem so genannten "Intermediate Bulk Container" (IBC) gelagert, einem auf einer Palette mit einem Gitterkäfig gesicherten Kunststofftank. Die Chemikalie wird in der Industrie beispielsweise für die Oberflächenbehandlung von Metallen eingesetzt.

Da der Stoff gesundheitsgefährdend ist, mussten sich die Feuerwehrleute nicht nur mit Atemschutzgeräten ausrüsten. Sie trugen bei dem Einsatz auch Vollschutzanzüge. Die Chemikalie wirke vor allem reizend auf die Atemwege, berichtete Volker Kocinski-Schroer, Leiter der Abteilung Vorbeugender Brandschutz bei der Stadt Gütersloh.

Das Zinksulfat gelangt auch in die Kanalisation

Zur Beseitigung setzten die Einsatzkräfte teils Chemikalien-Bindemittel, teils Ölbindemittel zum Abbinden ein. Anschließend wurde das Zinksulfat zusammengefegt und der Entsorgung zugeführt. Das kontaminierte Wasser musste ebenfalls gesondert entsorgt werden.

Der Betrieb sei für solche Zwischenfälle vorbereitet, berichtete Kocinski-Schroer weiter. Die Kanalisation wurde nach außen sofort dicht gemacht, so dass auch die geringen Mengen der ausgelaufenen Chemikalie aufgefangen werden konnten. Im weiteren Einsatzverlauf wurden später die Rohre durchgespült.

Der Einsatz geht bis Mitternacht

Ein Mitarbeiter der Unteren Wasserbehörde des Kreises Gütersloh beobachtete die Maßnahmen der Feuerwehr. Die Feuerwehrleute konnten erst gegen Mitternacht ihren Einsatz beenden.

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