1000-jähriger Eiche geht‘s an den Kragen
Die Krone der 1000-jährigen Eiche im Holter Wald ist erheblich ausgedünnt worden.

Baumpfleger Michael Grzelak von der Gütersloher Firma Varnholt fuhr mit einem speziellen Hubsteiger in die Baumwipfel und reduzierte dem Riesen das Gewicht der Krone. Dabei erwiesen sich die oberen Stämmlinge als morscher als zuvor vermutet.

Baum tatsächlich wohl 600 bis 700 Jahre alt

Die sogenannte 1000-jährige Eiche ist 1937 als Naturdenkmal eingetragen worden. Ihr realistisches Alter wird auf 600 bis 700 Jahre geschätzt. Der Baumfuß ist von verschiedenen Schadpilzen befallen. Hans-Martin Bröskamp von der Landschaftsbehörde beschreibt das Dilemma: „Eigentlich würden wir den Baum gern in Ruhe verfallen lassen, denn er ist im unteren Stammdrittel völlig hohl.“ Auch in der Zerfallsphase sei er sowohl ökologisch wertvoll als auch sehenswert. „Da die Eiche aber ein beliebtes Ausflugsziel ist und als ein Wahrzeichen der Stadt eine hohe Symbolhaftigkeit besitzt, haben wir uns dazu entschieden, durch Rückschnitt den Stamm zu entlasten und die Eiche so lange wie möglich zu erhalten“, erläutert Bröskamp. „Schließlich geht die Sicherheit vor.“

Mit einem Gurt, der die Stämme vor dem Auseinanderbrechen sichern soll, ist der Eiche zusätzlich Stabilität gegeben worden. Das Pilzwachstum sei aber nicht zu stoppen, sagt Hans-Martin Bröskamp und gibt die Prognose: „Man wird wegen der Verkehrssicherheit immer ein besonderes Augenmerk auf diesen Baum haben müssen.“ Sein natürliches Lebensende habe die Eiche erreicht.

SOCIAL BOOKMARKS