1080 Menschen singen von Gerechtigkeit
Das Schicksal des schwarzen US-Bürgerrechtlers Martin Luther King kommt als gewaltiges Chor-Musical in die Haller OWL-Arena.

 Sie haben sich seit dem Sommer auf diesen Tag vorbereitet. 31 Chöre sind es insgesamt. Aus dem Kreis Gütersloh sind die sogenannten Martin-Luther-King-Freunde dabei. Nach monatelanger Probenarbeit

Karten für das Martin-Luther-King-Musical am Samstag, 22. Februar, ab 19 Uhr in der Halle OWL-Arena gibt es in allen „Glocke“-Geschäftsstellen und unter Tel. 02302/2822222.
wollen sie nun in zwei ebenso bewegenden wie unterhaltsamen Stunden gemeinsam mit internationalen Solisten und einer Big-Band das Musical auf die große Bühne in Halle bringen.

Zweifellos ist der große Projektchor das Herzstück der Aufführung. Vom Schulkind bis zur Uroma und quer durch die Bevölkerungsgruppen, Berufe und Konfessionen haben sich die Sänger für die rund zweistündige Show zusammengefunden und die 22 Songs einstudiert. In einer Mischung aus Gospel, Rock ’n’ Roll, Motown und Pop nehmen sie die Zuschauer mit in die 1960er-Jahre, als der schwarze Baptistenpastor Martin Luther King seine Botschaft vom gewaltfreien, gerechten und friedlichen Miteinander aller Menschen zu einem weltweit gehörten Appell machte. Die Verstehenden verliehen dem Bürgerrechtler den Friedensnobelpreis. Ein rassistischer Fanatiker erschoss ihn.

„Geblieben ist seine Botschaft, dass alle Menschen Gottes geliebte Kinder sind, egal, welche Hautfarbe sie haben, egal, an welchem Ort sie geboren sind, egal, wie viel oder wenig ihre Familie besitzt. Deshalb haben sie alle die gleichen Rechte, und sie alle müssen die gleichen Lebenschancen bekommen.“ Das schreiben die Superintendenten der fünf beteiligten Kirchenkreise Lübbecke, Halle, Vlotho, Herford und Minden: in ihrem Grußwort - und ziehen damit ganz bewusst Parallelen zur Gegenwart und heutigen Gesellschaft.

Gleich zwei Dirigenten leiten den riesigen Chor: Harald Sieger, Landeskirchenmusikdirektor der Evangelischen Kirche von Westfalen, und der A-Kirchenmusiker Danny Sebastian Neumann. Die Musical-Macher sind sich einig: „Ein mitreißendes Stück kommt da auf die Bühne, das zeigt, welche Kraft in der Botschaft der Bibel steckt, wenn man sie aus der Perspektive der Schwachen, der Rechtlosen, der Armen und Unterdrückten liest.“ Das Projekt wird unter anderem gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben“

SOCIAL BOOKMARKS