200.000 Junghennen müssen getötet werden
Schutzmaßnahmen gegen die Geflügelpest: Das Bild zeigt die Vorbereitungen für die Tötung von 200.000 Junghennen in den Kreisen Gütersloh und Paderborn, mit der am Dienstagabend begonnen wurde.

Vorsorglich gekeult werden muss - neben den 110.000 Tieren im Seuchengehöft in Delbrück -sämtliches Geflügel in drei weiteren Kontaktbetrieben auf Paderborner Kreisgebiet mit insgesamt 48.000 Junghennen. Ein weiterer Kontaktbetrieb mit 42.000 Junghennen liegt auf Gütersloher Kreisgebiet, in Verl-Kaunitz.  In einer Telefonkonferenz mit dem Landesumweltministerium war vereinbart worden, alles Geflügel in den insgesamt fünf Betrieben (Ausbruchs- und vier Kontaktbetriebe) zu töten, um eine weitere Ausbreitung der Geflügelpest zu verhindern.

„Das hier ist das schlimmste Seuchengeschehen in Deutschland und Europa seit 30 Jahren“, sagt der leitende Veterinär des Kreises Paderborn, Dr. Klaus Bornhorst.

Per Tierseuchenverfügung wird ein Sperrbezirk mit einen Radius von drei Kilometern und ein Beobachtungsgebiet mit einem Radius von 10 Kilometern um den betroffenen Hof in Delbrück gebildet. In dem Sperrbezirk befinden sich 63 Betriebe mit rund 207.000 Stück Geflügel, im Beobachtungsgebiet 270 Betriebe mit rund 563.000 Stück Geflügel. Hier finden in den nächsten Tagen klinische Untersuchungen statt, Veterinäre begutachten den Gesundheitszustand der Tiere.

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