250 000 Euro für die Kindertagesstätten
Wechsel im Kreissynodalvorstand: (v. l.) der nach 13 Jahren ausgeschiedene Horst Jache, Superintendent Frank Schneider, Sven Besserdich (Stellvertreter) und Dr. Eckhard Hirsch.

Dr. Eckhard Hirsch ist nun der dritte Synodalälteste. Zu seinem Stellvertreter wählte die Synode Sven Besserdich aus Sennestadt. Außerdem wurde beschlossen, Verwaltungsleiter Bernd Zirbes in den Verwaltungsausschuss der gemeinsamen Kirchensteuerstelle der Evangelischen Landeskirche von Westfalen zu entsenden.

Die Synode, die aus 121 Vertretern der 17 Kirchengemeinden besteht, tagte turnusmäßig im Kreishaus in Gütersloh. Hauptpunkte waren der Etat für 2018 und das Konzept für das Kreiskantorat. Den Haushalt mit einem Volumen von 15,2 Millionen Euro für den Kirchenkreis verabschiedete die Synode einstimmig. 13,6 Millionen Euro kommen als Zuweisung von der westfälischen Landeskirche, 423 077 Euro mehr als im Vorjahr. Davon profitieren sowohl die Kirchengemeinden als auch verschiedene Arbeitsbereiche des Kirchenkreises.

Zusätzliche Mittel für die Gemeinden

„Wir unterstützen aus den Mehreinnahmen des Jahres 2016 die 17 Kirchengemeinden mit insgesamt 330 000 Euro zusätzlich. Wir hoffen, dass damit notwendige Strukturveränderungen vorgenommen und Defizite aufgefangen werden“, sagte Superintendent Frank Schneider mit Blick auf die florierende Wirtschaft und die gestiegene Zahl der Erwerbstätigen und Steuerzahler. Außerdem erhielten die Kindertageseinrichtungen durch eine Einmalzahlung des Landes Nordrhein-Westfalen finanzielle Spielräume, pro Kita rund 25 000 Euro für zwei Jahre. „Damit entspannt sich die Lage aller Kitas, nachdem die Kibiz-Finanzierung in den vergangenen Jahren nicht auskömmlich gewesen ist“, dankte Schneider der Regierung für das Rettungspaket.

Kirchenkreis muss trotz Mehreinnahmen sparen

Im Kirchenkreis Gütersloh gibt es 33 evangelische Tageseinrichtungen mit 130 Gruppen. Die einmalige Finanzspritze reicht aber nicht aus. Der Kirchenkreis unterstützt deshalb die Kitas zusätzlich mit 250 000 Euro und setzt damit ein deutliches Zeichen für deren Erhalt. „Perspektivisch muss das System dahingehend verbessert werden, dass die leistungsgerechte Finanzierung einer qualitativ hochwertigen Bildung, Betreuung und Erziehung gesichert ist“, so der Superintendent. Die Kirchen hielten an der Forderung fest, dass dringend eine dynamische Anpassung der Kibiz-Pauschalen an die tatsächlichen Personalkostensteigerungen erfolgen müsse.

Trotz der Mehreinnahmen ist weiter Sparsamkeit angesagt. Denn die Zahl der Gemeindeglieder – zurzeit 102 213 – sinkt weiter. Gleichzeitig steigen die Ausgaben fürs Personal, die Versorgungskasse, die Gebäudeerhaltung sowie die Energie.

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