Abkürzung für Radfahrer im Flora-Park
Bild: Werneke
Die Arbeiten an der künftigen Brücke im zweiten Bauabschnitt des Schnellradwegs im Flora-Westfalica-Park nehmen Gestalt an. Am Freitag stand eine Kontrolle des Bauwerks an. Das Bild zeigt auf der Stahlbewehrung Michael Biesselt und Thorsten Thiemann (v.l.).
Bild: Werneke

Das zweite Teilstück des neuen Emsradwegs zwischen beiden Innenstädten verläuft zwischen der Skateranlage und dem Aquatunnel im Bereich der Autobahn. Die vorbereitenden Maßnahmen für den 400 Meter langen Abschnitt haben im Herbst begonnen. Die Fertigstellung ist für Ende Mai geplant.

Dieses Ziel hat auch Thorsten Thiemann von der Marienfelder Firma Eggersmann vor Augen, die den Brückenbau ausführt. Die Arbeiten lägen im Plan, sagte Bauleiter Thiemann im Gespräch mit der „Glocke“. In dem neu zu gestaltenden Parkabschnitt traf er sich am Freitag mit Michael Biesselt, Mitarbeiter der Firma Thomas und Bökamp, die den Auftrag hat, das Bauwerk zu kontrollieren. Vor allem die Stahlbewehrung nahm Biesselt unter die Lupe. 27 Meter lang soll die Brücke werden, erklärte Thiemann. In der Konstruktion sind die Rohre, in denen der Stahl liegt, mit dem später die Brücke angespannt wird, gut zu sehen.

Bevor die Einfeld-Spannbetonbrücke jedoch startklar ist, damit Radfahrer darüber rollen und Spaziergänger darüber flanieren können, ist noch mancherlei zu tun. Sobald die Abnahme erfolgt ist, kann betoniert werden. Wenn der Beton ausgehärtet ist, kommt die Fahrbahnbeschichtung an die Reihe. Zu den letzten Arbeiten werde die Anbringung des beidseitigen Stahlgeländers gehören, erläuterte Thiemann. Die Holzkonstruktion, die die Passanten derzeit sehen, sei die Schalung, die der Formgebung der Betonbrücke diene, erklärte der Fachmann. Sie werde später entfernt.

Während an vielen Stellen des Parks Holzbrücken das Bild prägen, habe man sich bei dem Bauwerk zwischen Autobahn und Skaterpark bewusst für Beton entschieden, erläuterte Kerstin Bruchmann-Schön von der Flora-Westfalica-GmbH. Das Material sei stabiler, was mit Blick auf den feuchten Untergrund in diesem Bereich wichtig sei. Zudem kämen Fahrradfahrer insbesondere im Herbst und Winter auf Beton nicht so leicht ins Schleudern wie auf Holzplanken. Für die Flora Westfalica ist die inklusive Umfeldgestaltung 520.000 Euro teure Maßnahme ein weiterer Meilenstein zur Modernisierung des fast 30 Jahre alten Parks. Das Land NRW bezuschusst den Brücken- und Radwegbau mit 377.000 Euro.

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