Abnahme des Kreuzes „ist unerträglich“
Der Fahnen-Streit auf dem Ehrenfriedhof erregt weiter die Gemüter.

 Dagegen müsse man sich wehren, sagte der Europapolitiker am Freitag in der Stadthalle Gütersloh. Für entsprechende Äußerungen und Aktivitäten dankte Brok insbesondere dem früheren CDU-Kreisvorsitzenden Hubert Deittert und dem Landtagsabgeordneten Dr. Michael Brinkmeier. Dieser rief die CDU-Mitglieder im Kreis auf, „unseren Freunden der orthodoxen Kirche in dieser Auseinandersetzung den Rücken zu stärken“.

Grüne plädieren für die Abnahme des Kreuzes

Ganz anders sehen das die  Schloß Holte-Stukenbrocker Grünen.  In einer Mitteilung bekräftigen sie ihre Haltung im Fahnen-Streit: Sie sind für die Abnahme des orthodoxen Kreuzes vom Obelisken auf dem Ehrenfriedhof und wollen die Sowjetflagge zurück. Wörtlich schreiben Wolfgang Wrobel, Mitglied im Kulturausschuss, und der Fraktionsvorsitzende Bruno Reinke: „Das Resümee kann nur heißen: Stellt den Urzustand wieder her, die Fahne auf den Obelisken, die Kreuze vor die Massengräber in Stukenbrock-Senne.“ Als sich der Schloß Holte-Stukenbrocker Stadtrat vor vier Jahren für den Verbleib des Kreuzes auf dem Obelisken aussprach, waren die Grünen die einzigen, die dagegen stimmten. Nun schreiben sie, mit der Fahne würde „den Toten in Stukenbrock-Senne ihre nationale Identität zurückgegeben.“ Weiter heben sie den Anteil der Sowjetarmee an der Befreiung Deutschlands „vom Hitlerfaschismus“ hervor. Das habe die Armee der UdSSR unter dem „Symbol der Roten Flagge mit Hammer und Sichel“ vollbracht. CDU und FDP als Gegnern der roten Fahne werfen die Grünen vor, „die Keule des Kalten Kriegs“ zu schwingen. Union und Liberale reduzierten die rote Fahne auf ein Symbol für stalinistische Verbrechen.

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