Abwartend in Sachen Windkraft
Beim Thema Windenergie stoßen sich Politik und Stadtverwaltung an dem sich ständig wandelnden rechtlichen Rahmen.

Ein Fachbüro hat drei potenziell für Windkraft geeignete Flächen in Schloß Holte-Stukenbrock ermittelt. Hinzu kommen drei bis vier mögliche Standorte in Waldgebieten. Doch noch ist es nicht erlaubt, zwischen Baumwipfeln die Windräder zu platzieren.

Das kann sich aber schnell ändern. Die Stadt wird vorerst nicht agieren, die Rahmenbedingungen jedoch stets im Blick behalten. Grundsätzlich könnten Investoren kommen und den Bau eines Windrads beantragen.

Die Stadt müsste dann den konkreten Fall entscheiden. Grundsätzlich gilt, dass die für Windkraft geeigneten Flächen immer interessanter für potenzielle Investoren werden und so Druck aufkommen könnte. Bruno Reinke (Grüne) war unzufrieden.

Er bezeichnete die selbst auferlegte Zurückhaltung der Stadt als Verhinderungsstrategie. Bruno Reinke möchte lieber darüber sprechen, wie etwa lokale Genossenschaften eine eigene Energieversorgung starten könnten.

Bürgermeister Hubert Erichlandwehr (CDU) verteidigte die Taktik wegen der sich laufend verändernden Rechtsprechung: „Man kann jetzt nur alles falsch machen, wenn man Flächen ausweist.“ Schließlich könne in Liemke ja gebaut werden. Wolle da aber jemand mit einem Windrad über 100 Meter hinaus, sei das Angelegenheit des Kreises Gütersloh.

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