Aida in Halle wird visualisiert
Bild: Poetter

Werben für die Oper Aida am 13. September in Halle: (v.l.)  Roman Brogli-Sacher (Direktor und Musikalischer Leiter), Sanja Anastasia (Mezzosopranistin), Anahit Ter-Tatshatyan (Pianistin der Bielefelder Phiolharmoniker) und Paolo Miccichè (Regisseur und Lichtdesigner).

Bild: Poetter

„In mehr als 21 Jahren Eventmanagement haben wir so etwas noch nicht gehabt“, freut sich Pressesprecher Frank Hofen auf die Deutschlandpremiere der Aida im westfälischen Halle. Längst habe sich die Tennisarena zu einem multifunktionalen Veranstaltungsort entwickelt, stimmt ihm Projektleiter Frank Heinkel zu. „Das Gerry-Weber-Stadion ist für Opern wie ge-macht“, lobt er nicht nur die Bauweise der Arena, sondern auch die besondere Atmosphäre und Nähe zu den Akteuren.

Optische und akustische Effekte

Dass die Verdi-Oper zu einem glanzvollen Ereignis wird, dafür werden nicht nur der Schweizer Dirigent Roman Brogli-Sacher, die Bielefelder Philharmoniker und Sängerinnen wie die Mezzosopranistin Sanja Anastasia sorgen, sondern auch der in der Toskana lebende Regisseur und Lichtdesigner Paolo Miccichè. Sein Zauberwort: Visualisierung der Oper. Seine „Architectural Live Show“ mit ihren optischen und akustischen Effekten – die Leinwand ist 27 mal 14 Meter groß – soll dazu beitragen, das Publikum tief in die Inszenierung eintauchen zu lassen.

Klassische Musik in neuem Gewand: Damit hat der Regisseur schon in der Arena di Verona, in Washington und den römischen Caracalla-Thermen Erfolge gefeiert. Noch seien nicht alle Verträge in trockenen Tüchern, sagt Produktionsmanager Lothar Fritsch. Die Erfahrung zeige aber, dass man gerade bei der Besetzung der Sänger bisher einen guten Griff getan habe. „Viele von ihnen sind später in der Met aufgetreten.“

Aus Verona nach Ostwestfalen

Auf ein Engagement in New York wartet Sanja Anastasia noch. Die in Serbien geborene Mezzosopranistin kann aber auf spannende Engagements und zahlreiche internationale Preise verweisen. Ihr festes Engagement beim Staatstheater Mainz hat die Sängerin im vorigen Jahr zugunsten eines Angebots aus Verona gekündigt. Sie wird dort in verschiedenen Partien auftreten. „Eine Kostprobe gefällig?“, fragt sie und serviert bei der Pressekonferenz – begleitet von Anahit Ter-Tatshayan am Piano – eine temperamentvoll gesungene Habanera aus Carmen.

Die Tickets für die Oper kosten zwischen 59,50 und 94,50 Euro und sind im Vorverkauf unter Telefon 05201/8180 im Gerry-Weber-Ticket-Center, Weidenstraße 2, sowie in allen Geschäftsstellen der „Glocke“ erhältlich. Angeboten werden auch Premiumpakete.

 

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