Aktionstag mischt Forderungen und Vergnügen
Bild: Steinecke
Viele Menschen waren am Donnerstag nach Gütersloh auf den Kolbeplatz gekommen.
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Viele Menschen hatten sich am Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung auf dem Gütersloher Kolbeplatz versammelt, darunter Menschen mit Hörbeeinträchtigungen, Sehbehinderte, geistig, psychisch und körperlich Behinderte.  TV-Star Simon Gosejohann moderierte das Programm. Die Theatergruppe „Bühne frei“ und „Hiwa Hiwa“, die Hula-Gruppe vom Wertkreis, sowie die Rolli-Dancers sorgten für schwungvolle Unterhaltung. Spätestens bei den Rolli-Dancers gingen alle Menschen begeistert mit.

Martin Henke, Geschäftsführer beim Wertkreis Gütersloh (früher Werkstatt für Menschen mit Behinderung), überreichte zusammen mit Karl Rustige von der Lebenshilfe zentrale Forderungen an die Stadt Gütersloh. Sie erwarten „Barrierefreiheit im gesamten öffentlichen Verkehrsraum im Kreis Gütersloh, die Verpflichtung zur Einhaltung des Paragrafen 55 der Bauordnung von NRW bei Bauvorhaben, Schaffung von Treff- und Beratungsstellen, die leicht verständliche Gestaltung von Formularen, einen Behindertenbeauf

Dem Aktionsbündnis Inklusion Kreis Gütersloh gehören diese Einrichtungen und Vereine an: von Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel, Regional Gütersloh, Lebenshilfe Kreisvereinigung Gütersloh, Evangelische Stiftung Ummeln, Verein für Körper- und Mehrfachbehinderte, Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe und Wertkreis Gütersloh. „Inklusion“ bedeutet Einbeziehung, in diesem Fall von behinderten Menschen.
tragten für Kreis und Stadt sowie die Gründung einer AG aus Behinderten, Güterslohern ohne Einschränkung und Verbänden“.

Vier Auszeichnungen für Barrierefreiheit

Das Bündnis Inklusion war jedoch nicht nur angetreten, um mahnende Worte zu verteilen. Für das Kreishaus, das Rathaus der Stadt Gütersloh, das Flussbett-Hotel und die Landesgartenschau in Rietberg gab es anerkennendes Schulterklopfen und eine Auszeichnung: das Signet „NRW ohne Barrieren – barrierefrei bewegen“. Eine Expertengruppe, die sich aus Jürgen Linnemann, Barbara Singenstroth, Magdalena Wartig, Irmgard Duhme, Stephan Langkamp sowie den Betreuern Tim Kluge und Klaus Galke zusammensetzte, hatte die Örtlichkeiten geprüft und für auszeichnungswürdig befunden. Gleichzeitig wies die Kommission darauf hin, dass kontinuierlich an der Qualitätssicherung gearbeitet werden müsse. „So eine Auszeichnung verpflichtet ja auch“, machte Jürgen Linnemann deutlich.

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