Alles fertig: Die Hühner können kommen
Bild: Neitemeier
Ralf Winkler, der Leiter der Wertkreis-Landwirtschaft, mit seinem Team vor dem neuen Hühnerstall in Gütersloh.
Bild: Neitemeier

Die frühere Werkstatt für behinderte Menschen hat nun Platz für 15 000 Hühner, die Bio-Eier der Marke Kiebitzhof legen. Etwa 3,5 Millionen Stück werden es pro Jahr sein, schätzt Ralf Winkler, der Leiter der Wertkreis-Landwirtschaft. 2,1 Millionen Eier sind es derzeit. Trotz der höheren Preise gegenüber konventionellen Eiern steigt die Nachfrage nach den Bio-Produkten. Laut Winkler ist der Absatz auch der deutlich größeren Menge gesichert.

„Dass wir mit dem Kiebitzhof auf ökologische Erzeugnisse gesetzt haben, war absolut richtig“, sagte Wertkreis-Geschäftsführer Manfred Henke bei der Stalleinweihung. Der Verbraucher wisse Genuss, Gesundheit sowie das verträgliche Miteinander von Mensch, Tier und Natur zu schätzen. Auch die Aufsichtsratsvorsitzende Elisabeth Witte betonte, der Kiebitzhof stehe für hochwertige Qualität.

Fünf weitere Arbeitsplätze für Behinderte

Angesichts des großzügigen Stalls sprach Architekt Heinrich Voßhans von „sehr glücklichen Hühnern“. Dazu passt, dass Ralf Winkler versichert, der Kiebitzhof verwende keine Antibiotika. Eine weitere Besonderheit: Auch wenn das Futter nur zu 95 Prozent Bioqualität haben muss, setzt der Wertkreis seit drei Jahren auf 100 Prozent. Und fährt damit trotz der nicht ganz einfachen Handhabung und des höheren Preises gut, auch wenn die Kiebitzhof-Hühner mit 150 Gramm Futter täglich mehr picken als andere.

Fünf zusätzliche Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen bringt die neue „Eier-Halle“. Die Tiere müssen gefüttert, die Ställe gemistet, die Eier sortiert und verpackt werden. Insgesamt umfasst das Landwirtschafts-Team von Ralf Winkler 19 Mitarbeiter, 14 von ihnen sind gehandicapt. Die Arbeit mit den Tieren und in der Natur ist sehr beliebt.

Der Stall mit seinen 7600 Kubikmetern umbauten Raum beherbergt zwei Komplexe für je 3000 Legehennen mit einem „Warmbereich“ mit Volieren und Nestern sowie einem „Wintergarten“ samt breitem Dachüberstand. Größere Einheiten erlaubt der Bioland-Verband aus Gründen des Lärms und der Hygiene nicht. Mit 4,6 Hektar haben die 6000 Hühner doppelt so viel Auslauffläche wie vorgeschrieben.

Mehr zu diesem Thema auf der Kreisseite Gütersloh in der „Glocke“ vom 24. November.

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