Altenpflege-Seminar feiert 25. Geburtstag
Bild: Neitemeier
Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag: (v. l.) Güterslohs Bürgermeister Henning Schulz, die stellvertretende Landrätin Dr. Christine Disselkamp, Kolping-Diözesanpräses Ansgar Wiemers, die CDU-Landtagsabgeordnete Ursula Doppmeier, Konrad Bröckling (Kolping-Diözesanvorstand), Wolfgang Gelhard (Geschäftsführer des Kolping-Bildungswerks Paderborn), Fachseminar-Gründer Werner Sondermann, Heike Bentlage (Leiterin des Fachseminars) und Andrea Künzel (Leiterin der Kolping-Akademie für Gesundheits- und Sozialwesen).
Bild: Neitemeier

1990 mit elf Auszubildenden in Räumen des früheren Elisabeth-Hospitals gestartet, hat sich das Seminar zu einer der größten Fachschulen für Altenpflegeberufe in Ostwestfalen-Lippe gemausert. 12 hauptamtliche Dozenten, 4 Verwaltungskräfte und 284 Auszubildende zählt die Einrichtung derzeit und bietet über die Altenpflege hinaus Fort- und Weiterbildungen im gesamten Sozial- und Gesundheitsbereich an. Das Fachseminar gehört zur in Paderborn ansässigen Kolping-Akademie für Gesundheits- und Sozialwesen, die von der Altenpflege über eine Betreuungszentrale bis hin zu einem Generationenhaus breit aufgestellt ist – über den Kreis Gütersloh hinaus.

Untypische Aufgabe für Kolping

Gleich zu Beginn der 25-Jahr-Feierstunde betonte Wolfgang Gelhard, der Geschäftsführer des Kolping-Bildungswerks Paderborn, dass das Fachseminar auch aus ökonomischer Sicht nicht immer unumstritten gewesen sein. Schließlich seien aber die strategisch richtigen Entscheidungen getroffen worden. Gelhard dankte mit Werner Sondermann einem der Väter dieser für Kolping untypischen Einrichtung sowie Michael Buschsieweke, der fast 25 Jahre für das Fachseminar Verantwortung getragen hat. Die neue Akademieleiterin Andrea Künzel überraschte Gelhard mit der Nachricht, der Aufsichtsrat habe ihr soeben Prokura erteilt.

In der kleinen, musikalisch von Jonas Buschsieweke und Nikolai Krestowsky mitgestalteten Andacht würdigte Diözesanpräses Ansgar Wiemers die Arbeit der Altenpfleger. Sie empfänden ihren Beruf als Berufung, schließlich läge ihnen nicht nur das körperliche, sondern auch das seelische Wohlbefinden der Patienten am Herzen. Ähnlich äußerte sich die CDU-Landtagsabgeordnete Ursula Doppmeier.

Ursula Doppmeier lobt Weitblick

Die Gütersloherin lobte Michael Buschsiewekes damalige Weitsicht und Hartnäckigkeit mit Blick auf landesgeförderte Ausbildungsplätze. Sie selbst habe die dringende Notwendigkeit des Ausbaus der Altenpflege seinerzeit so noch nicht gesehen. Doppmeier sicherte die weitere Unterstützung des Landes zu.

Glückwünsche zur „tollen und wichtigen Arbeit“ überbrachten auch die stellvertretende Landrätin Dr. Christine Disselkamp und Bürgermeister Henning Schulz. Beide zollten den Altenpflegern Respekt und Anerkennung. Eigentlich habe man seinerzeit nur im Rahmen der Berufsvorbereitung jungen Menschen die Altenpflege nahebringen wollen, blickte Werner Sondermann zurück. Doch angestoßen durch die Caritas, sei daraus das Fachseminar geworden, so der Mitinitiator.

Mehr zu diesem Thema lesen Sie auf der Kreisseite Gütersloh in der „Glocke“ vom 28. November.

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