Am Stehtisch mit dem Bundespräsidenten
Güterslohs Partnerschaftskoordinator Hans-Joachim Schwolow eingerahmt von Bundespräsident Hans-Joachim Gauck (links) und dem lettische Staatspräsidenten Andris Berzins.

Und das persönlich - und in Lettland. „Der Bundespräsident hat uns für das weitere Miteinander alles Gute gewünscht„, berichtet Schwolow. Was er in der Grundschule in Valmiera der deutschen Delegation im Beisein des lettischen Staatspräsidenten Andris Berzins offiziell erläuterte, hatte der Rheda-Wiedenbrücker mit Joachim Gauck zuvor schon im nahen Schloß Dikli bei einem spontanen Gespräch am Stehtisch erörtert.

Bundespräsident von Valmiera-Partnerschaft beeindruckt

 „Das war ganz unkompliziert“, berichtet Schwolow von einer lockeren Unterhaltung, zumal der Bundespräsident von seinem lettischen Kollegen bereits gut informiert gewesen sei. Andris Berzins muss es ja auch wissen, schließlich hat er 1992 als erster lettischer Landrat beim Besuch im Kreis Gütersloh mit die Weichen für die Freundschaft gestellt.

Das Krankenhaus in Mazsalaca, die Umgestaltung des Altenheims in Valmiera, das Logopädiezentrum und die Hörgeschädigtenschule – diese Leuchtturmprojekte der Partnerschaft haben Schwolow zufolge Gaucks volle Aufmerksamkeit gefunden.

Bildungsabkommen sollen Maßstäbe setzen

Die Region Valmiera war bewusst als Schlusspunkt des dreitägigen Besuchs von Bundespräsident Gauck in Lettland gewählt worden. Zum einen ging es um die bemerkenswerte Partnerschaft, zum anderen um das deutsch-lettische Glasfaserwerk in Valmiera. Drittes Thema war die Bildung: Vertreter beider Regierungen unterzeichneten eine Absichtserklärung zur Übertragung des deutschen dualen Berufsbildungssystems auf Lettland. „Dieses Abkommen geht auf unsere jüngste deutsch-lettische Partnerschaftskonferenz zurück“, erklärt Schwolow. Und: Das Glasfaserwerk in Valmiera will als erstes Unternehmen einen Versuch mit der dualen Berufsausbildung starten.

Lob für Schwolow vom Lettischen Staatschef

Nicht nur Joachim Gauck hat sich für die von gegenseitiger Hilfestellungen, kulturellen Bereicherungen sowie aktiver Unterstützung von Veränderungsprozessen und Projekten zur Verbesserung von Lebenssituationen in Lettland geprägten Partnerschaft interessiert. Auch die Lebensgefährtin des Präsidenten, Daniela Schadt, war Schwolow zufolge sehr wissbegierig. „Die hat meine lettische Kollegin Rudite Markus und mich ganz schön gelöchert“, berichtet der Koordinator mit einem Augenzwinkern.

Bei ihren Erklärungen zum Ende des Staatsbesuchs gingen beide Präsidenten auch auf die Beziehung zwischen Valmiera und Gütersloh ein. Vor allem Andris Berzins gab dieser Freundschaftsgeschichte breiten Raum und hob seinen Duzfreund Hans-Joachim Schwolow besonders hervor, was diesen verständlicherweise sehr freute.

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