An 20 Brücken wird zeitgleich gebaut
Bild: Neitemeier
Sieben Firmen sind derzeit mit dem Brückenbau im westlichsten Teil des A-33-Lückenschlusses beschäftigt. Für verschiedene Arbeiten setzen sie Subunternehmen ein, beispielsweise wenn es gilt, den zur Qualitätssicherung erforderlichen überschüssigen Beton an den Borpfählen abzustemmen.
Bild: Neitemeier

Aber auch abseits dieses Großprojekts tut sich in Sachen Lückenschluss zwischen Bielefeld und Borgholzhausen allerhand. Während östlich von Halle der Streckenausbau auf Hochtouren läuft und möglichst bis Ende des Jahres abgeschlossen sein soll, gilt das Augenmerk im westlichen Abschnitt 7.1 den Brücken. Jenseits, aber vielfach in Sichtweite der Bundesstraße 68 reiht sich oftmals nur wenige 100 Meter voneinander entfernt Baustelle an Baustelle. Entsprechend mitgenommen präsentieren sich viele Nebenstraßen und Wirtschaftswege, die für den Schwerverkehr nicht ausgerichtet sind.

Externe Bauüberwacher im Einsatz

An 20 Brücken, davon allein sechs nur für Tiere, wird derzeit gleichzeitig gearbeitet. Einige der mächtigen Stahlbeton-Konstruktionen sind fast fertig, bei anderen geht es gerade erst los. Aber die Zeit drängt, denn innerhalb der nächsten zwölf Monate sollen und müssen alle Brücken stehen. Dass das klappt und die Arbeiten dazu auch den hohen Qualitätsanforderungen entsprechen, dafür ist seit dem vergangenen Herbst Hubert Schönfelder verantwortlich.

„Wir sind quasi die Polizei auf der Baustelle“

Der 64-jährige Diplomingenieur aus Weimar steht an der Spitze einer von zwei Fachbüros gebildeten Ingenieurs-Arbeitsgemeinschaft A 33, die Straßen NRW in Bielefeld aufgrund von eigenen personellen Engpässen auf der Grundlage einer Ausschreibung zur Unterstützung hinzugezogen hat. „Wir vertreten an Ort und Stelle in großem Maß den Bauherrn und sind quasi die Polizei auf der Baustelle“, beschreibt Schönfelder die Arbeit der externen Bauüberwacher. Drei Kollegen des Bauoberleiters sind allein für die Brückenbauten zuständig.

Langjährige Berufserfahrung ist wichtig

Einer von ihnen und abgestellt für fünf Grünbrücken ist Ralf Könitzer. Täglich schaut er an Ort und Stelle nach dem Rechten, spricht mit den Polieren Details ab, achtet auf die korrekte Verlegung der Eisenbewehrung in den Widerlagern und Überbauten, kontrolliert die Festigkeit der bis zu 32 Meter tiefen Bohrpfähle und hat ein wachsames Auge auf die Qualität der Arbeit. Langjährige Berufserfahrung spielt dabei eine wichtige Rolle. „Meine Kollegen und ich wissen, worauf wir achten und wo wir genau hinschauen müssen“, sagt Könitzer. Dabei sind die A-33-Brücken mit Spannweiten von knapp 28 Metern für die Ingenieure eher kleine Fische, denn vielfach haben sie es sonst mit großen Tal- oder Flussbrücken zu tun, teils im Hochgebirge.

Mehr zu diesem Thema lesen Sie auf der Kreisseite Gütersloh in der „Glocke“ vom 9. April.

SOCIAL BOOKMARKS