André Kuper will in den Landtag
Bild: Neitemeier
Über die breite Rückendeckung für seine Landtagskandidatur bei der CDU im Süden des Kreises freut sich (v. l.) Rietbergs Bürgermeister André Kuper, hier mit Klaus Dirks (Schloß Holte-Stukenbrock), Matthias Humpert (Verl), Peter Bohle (Rheda-Wiedenbrück), Renate Große-Wietfeld (Langenberg) und Robert Dirkwinkel (Rietberg). Das Bild entstand gestern vor der CDU-Zentrale in Gütersloh.
Bild: Neitemeier

Als Nachfolger von Dr. Michael Brinkmeier will Kuper im Parlament am Rhein „mit Herzblut und großem Engagement Sprachrohr der Menschen aus Langenberg, Rheda-Wiedenbrück, Rietberg, Schloß Holte-Stukenbrock und Verl“ sein.

So überraschend wie der sonntägliche Rückzug von Brinkmeier war die kurzfristige Verständigung der fünf CDU-Verbände auf einen gemeinsamen Kandidaten. Und was für einen: Mit André Kuper tritt ein Politiker an, der dank seiner 15 Jahre als Bürgermeister und dank seiner überregionalen Arbeit unter anderem im Städte- und Gemeindebund auf Bundes- und Landesebene gut vernetzt ist. „André Kuper ist ein hervorragender Kandidat und exzellenter Finanzfachmann, der die Sorgen und Nöte der Kommunen und Menschen kennt“, betonten CDU-Politiker aus allen fünf Wahlkreis-Kommunen am Mittwochnachmittag bei der Kandidatenvorstellung in der CDU-Geschäftsstelle in Gütersloh übereinstimmend und voll des Lobes.

2015 wäre als Bürgermeister ohnehin Schluss gewesen

Er habe in den vergangenen Tagen „ab und an Magenschmerzen gehabt“, bekannte Kuper mit Blick auf die „Ad-hoc-Entscheidung“. Sonntagabend hatte er im Urlaub in Ägypten vom Rückzug Brinkmeiers erfahren, am Dienstagabend sagte er Ja zur Landtagskandidatur. Er habe mit der CDU-Fraktion 15 Jahre lang engagiert und erfolgreich für Rietberg gewirkt, erklärte der Diplom-Verwaltungs- und Betriebswirt. Doch in letzter Zeit sei man angesichts von Vorgaben aus Düsseldorf oft an Grenzen gestoßen und habe sich im Kreis gedreht, ohne etwas ändern zu können. Selbst als Vertreter des Städte- und Gemeindebunds sei er häufig nicht weitergekommen.

Als Landtagsabgeordneter sieht der in Wiedenbrück geborene Vater zweier Söhne Chancen, künftig eingreifen und im Sinne der Kommunen wirken zu können – egal, ob die CDU Regierungs- oder Oppositionspartei ist. Finanz-, Bildungs- und Wirtschaftspolitik liegen ihm besonders am Herzen. „Ich freue mich darauf, für die Region in Düsseldorf etwas bewirken zu können.“

Mit dem Gedanken einer beruflichen Neuorientierung hat sich André Kuper offensichtlich schon länger beschäftigt. „2015, nach Ablauf meiner Wahlzeit als Bürgermeister, wäre ich ohnehin nicht wieder angetreten“, sagte der 51-Jährige.

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