Andreas Kerkhoff führt die Wirte im Kreis
Bild: Bitter
Wechsel an der Spitze des Kreisverbands Gütersloh im Deutschen Hotel- und Gaststättenverband: (v. l.) Geschäftsführer Thomas Keitel, der neue Kreissprecher Andreas Kerkhoff (Gütersloh) und der stellvertretende Vorsitzende Gerd Johannsmann (Greffen).
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Stellvertretende Vorsitzende im Kreisvorstand bleiben Gerd Johannsmann (Zur Brücke, Greffen), Antje Siekendiek (Hollmann, Halle) und Andy Marten (Landhotel Jäckel, Künsebeck).

Andreas Kerkhoff will versuchen, dem Kreisverband auf die Beine zu helfen, was zum Beispiel den Rückgang an Übernachtungen betrifft. Wirtschaftlich geht es der heimischen Gastronomie mit 3,6 Prozent Umsatzsteigerung besser als vor Jahren. Die Stadt Bielefeld meldet 562 089 Übernachtungen im Jahr 2014. Das sind erstmals mehr als im Kreis Gütersloh mit 540 754, eingeschlossen 137 420 Gäste, die in der Stadt Gütersloh über Nacht blieben.

Dehoga-Geschäftsführer Thomas Keitel macht Verl mit plus 16,6 Prozent als Gewinner aus, relativiert aber die Verluste in Gütersloh und Rheda-Wiedenbrück, da dort im Jahr 2013 das Beherbergungsgewerbe boomte. Harsewinkel leide aktuell stark unter den Wirtschaftssanktionen gegen Russland, die weniger Besucher beim Erntemaschinenhersteller Claas zur Folge hätten.

Einen Diskussionspunkt bildete die Qualität der Ausbildungsstätten. Keitel appellierte an die Industrie- und Handelskammer, ihrer Aufsichtspflicht genau nachzukommen. Der Abwärtstrend an Auszubildenden – inzwischen nur noch 750 in Ostwestfalen – sei zu stoppen. Eine hohe Durchfallquote bei den Gehilfenprüfungen der Köche sei kein Aushängeschild, merkte Andreas Kerkhoff an.

Sönke Tuchel (Parkhotel Gütersloh) bemängelte, dass viele Betriebe gar nicht in der Lage seien, den Auszubildenden zu bieten, was den jungen Leuten in der Prüfung abverlangt werde. 50 Prozent der Jugendlichen könne man keine Schuld geben. Tuchel warf die Frage auf: „Wie weit bildet der Rahmenplan überhaupt noch die Realität ab?“

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