Angler-Gemeinschaft feiert 50-Jähriges
Bild: Neitemeier
Seit sechs Jahren steht der Liemker Karl Berg, hier am Verler See, an der Spitze der Interessengemeinschaft der Angler im Kreis, die an diesem Sonntag ihr 50-jähriges Bestehen feiert. Um den Belangen der Petrijünger mehr Gehör zu verschaffen, wurde der Solidarverbund einst gegründet.
Bild: Neitemeier

Seit sechs Jahren führt Berg den Solidarverbund, der an diesem Sonntag im Bauernhaus in Spexard sein 50-jähriges Bestehen feiert. 17 der gut 20 Angel- und Fischereivereine im Kreisgebiet haben sich in der Interessengemeinschaft (IG) zusammengeschlossen. Von den 3666 Mitgliedern sind 400 Jugendliche. Berg hofft, dass sich auch weiterhin viele Jungen und Mädchen „für unser schönes Hobby“ begeistern lassen.

Hege gewinnt immer mehr an Bedeutung

Er selbst – in Schleswig-Holstein geboren, in Liemke aufgewachsen und nach Jahren als Betriebsleiter bei Heoral lange im Management des Ecclesia-Versicherungsdiensts tätig – ist mit Angelrute und Kescher groß geworden. Jugendfischen, wie es heute die IG auf Kreisebene anbietet, gab es damals nicht.

Ruhe und Muße draußen am Wasser möchte Berg nicht missen, auch wenn „beruflich früher dafür oft zu wenig Zeit geblieben ist“. Aber: „Man kann von der Natur viel lernen, und das versuchen wir unseren Jugendlichen zu vermitteln“, sagt der Ruheständler, der nicht nur die Kreis-IG, sondern auch den Sportfischereiverein Verl-Sürenheide führt.

Mit Verbund mehr Gehör verschaffen

Der war vor 50 Jahren noch nicht dabei, als die Vereine Rheda, Gütersloh und Wiedenbrück die lockere Interessengemeinschaft aus der Taufe hoben. Die Angler schlossen sich zusammen, um sich gemeinsam gegenüber Behörden und Verbänden mehr Gehör zu verschaffen. Berg: „Die Ems beispielsweise war damals so stark verschmutzt, dass sie nicht zu beangeln war. Zudem ging es darum, bei der Begradigung von Gewässern ein Wort mitreden zu können.“

Ökologische Vielfalt und biologisches Gleichgewicht

Herbert Fissenewert, der erste Vorsitzende der IG, habe sich sehr stark eingesetzt. „Von ihm habe ich viel mitbekommen“, blickt Berg zufrieden zurück. Der Liemker selbst hat den Kreisvorsitz einst von Horst Nabel übernommen, der lange Jahre auch den Verein Rheda-Gütersloh geführt hat und heute Ehrenvorsitzender der IG ist. Die ökologische Vielfalt und das biologische Gleichgewicht in Seen, Flüssen und Bächen zu fördern, war und ist bis heute ein Anliegen der IG.

Nach und nach schlossen sich seinerzeit weitere Vereine der Solidargemeinschaft an, so 1971 Verl-Sürenheide und Westerwiehe. Der größte Mitgliedsverein ist heute Rheda-Gütersloh mit rund 1000, der kleinste der Angelclub Schlossems Rheda mit rund 10 Aktiven.#

Mehr zu diesem Thema lesen Sie auf der Kreisseite Gütersloh in der „Glocke“ vom 26. September.

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