Anpacken aus Leidenschaft
Bei der SPD bahnt sich ein Neuanfang an: (v. l.) der Kreisvorsitzende Hans Feuß MdL aus Harsewinkel, der frischgebackene Bundestagskandidat Thorsten Klute aus Versmold und der SPD-Bundestagsabgeordnete (seit 1998), Klaus Brandner aus Verl.

Wie berichtet, erhielt er auf der Wahlkreiskonferenz in der Stadthalle Gütersloh 93 von 95 Delegiertenstimmen. Mit dem Versprechen „ich will anpacken aus Verantwortung und Leidenschaft“ bemüht sich der neue Kandidat zunächst im März 2013 auf der SPD-Regionalkonferenz zur Vorbereitung der Landesliste um Platz eins auf der Ostwestfalen-Lippe-Liste. Dazu bekam er einstimmige Rückendeckung aus seinem Wahlkreis. Klute will anknüpfen an die starke Vertreterin und den starken Vertreter in Bonn und Berlin, Verteidigungsexpertin Katrin Fuchs und Klaus Brandner, von 2007 bis 2009 Parlamentarischer Staatssekretär des Bundesarbeitsministers. Damit die Vermögenszuwächse nicht einseitig bei denen ankommen, „denen es ohnehin materiell sehr gut geht“, möchte der Bundestagsbewerber nicht alle Steuern für alle erhöhen, aber einige für wenige. Die Vermögenssteuer und die Erhöhung des Spitzensteuersatzes spricht er direkt an.

Mindestlohn und Atomausstieg

Klute sieht sich als Verfechter des Arbeitsrechts, das menschenwürdige Arbeit erst ermögliche. Deshalb fordert er: „Mit dem Missbrauch der Leiharbeit zur Vernichtung regulärer Arbeitsplätze muss Schluss sein.“ In diesen Zusammenhang stellt Klute seine Überzeugung: „Wir brauchen einen allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn, zurzeit von 8,50 Euro. Wir wollen die gesetzliche und paritätisch finanzierte Rentenversicherung stärken.“ Der Redner verteidigte den rot-grünen Atomausstieg, kritisierte den schwarz-gelben Wiedereinstieg und nannte „die panikartige Rolle rückwärts“ der Merkel-Regierung nach Fukushima planlos. Wirtschaftspolitisch setzt der erfahrene Kommunalpolitiker auf eine moderne, hoch entwickelte Industrie bei der Beantwortung wichtiger Zukunftsfragen wie Klima, Ernährung, saubere, sichere und bezahlbare Energie sowie den Trinkwasserschutz. Der Versmolder versichert: „Mit Unternehmerinnen und Unternehmern, die das Zusammenspiel von Freiheit und Verantwortung vorleben, will ich zusammenarbeiten. Mir macht Sorgen, wie skeptisch wir in Deutschland manchmal einer industriellen Entwicklung gegenüberstehen.“

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