Arbeitslosenquote sinkt auf 5,1 Prozent
Bild: Neitemeier
Die Arbeitsagentur Bielefeld meldet Frühjahrsbelebung vom heimischen Arbeitsmarkt.
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Zugleich rief deren Chef Thomas Richter die Arbeitgeber auf, weitere Stellen für Fach- und Nachwuchskräfte anzubieten. „Der Bedarf ist nach wie vor da.“

Zum Arbeitsmarkt: Ende März waren im Kreis Gütersloh 268 Menschen weniger ohne Job als vier Wochen zuvor. 9510 Arbeitslose – mit Ausnahme von 2008 der beste März-Wert seit mehr als zehn Jahren – bedeuten eine Quote von 5,1 Prozent, minus 0,1 Punkte gegenüber Februar. Im März 2010 gab es noch 11 186 Arbeitslose bei einer Quote von 6 Prozent.

Stärker als im Raum Gütersloh war die Frühjahrsbelebung in Bielefeld. Dort sank die Zahl der Arbeitslosen um 659 auf 15 900. Die Quote reduzierte sich um 0,4 Punkte und rutschte mit 9,9 Prozent wieder unter die 10-Prozent-Grenze. Im Kreis Gütersloh und in Bielefeld suchen insgesamt 25 410 Männer und Frauen eine Beschäftigung. Die Arbeitslosenquote nahm innerhalb eines Monats um 0,3 Punkte auf 7,6 Prozent ab. Rechnet man jene Menschen hinzu, die Kurse oder andere Maßnahmen absolvieren, haben im Agenturbezirk 32 017 Menschen keine Stelle. Die Unterbeschäftigungsquote beträgt 9,1 Prozent (minus 0,3 Punkte).

Jugendliche Gewinner der Belebung

Gewinner der März-Belebung waren die Jugendlichen unter 25 Jahren sowie arbeitslose Männer, die Chancen im Baugewerbe sowie im Garten- und Landschaftsbau bekommen haben. Dass weniger offene Stellen gemeldet wurden als im Februar, lässt Thomas Richter nicht an der konjunkturellen Erholung zweifeln. Schließlich habe die Latte des Vormonats sehr hoch gelegen. Zudem habe es noch mehr Angebote als 2010 gegeben. Freie Stellen finden sich vor allem im Verkehrs-, Organisations-, Verwaltungs- und Bürobereich sowie für Schlosser und Elektriker.

Zum Ausbildungsmarkt: Im Kreis Gütersloh suchen derzeit noch 1421 Jugendliche einen Ausbildungsplatz, in Bielefeld sind es 1003. Ihnen stehen 1690 freie Stellen gegenüber. Auf jeden Bewerber kommen damit 0,82 Stellen. Das Verhältnis ist laut Jobst Hilker von der Arbeitsagentur günstiger als vor einem Jahr, gleichwohl wünscht er sich weitere Angebote. Insgesamt hat die Wirtschaft 3350 Stellen gemeldet (plus 12,9 Prozent gegenüber 2010). Dem standen mit 4097 jungen Menschen 4,1 Prozent weniger an Bewerbern gegenüber. Hilker: „Die Wirtschaft hat erkannt, dass frühzeitige Nachwuchs-Ausbildung dem Facharbeitermangel vorbeugt.“

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