Assistierte Ausbildung soll helfen
Der Verwaltungsausschuss bei der Arbeitsagentur Bielefeld vor der Fachhochschule an der Schulstraße in Gütersloh: (v. l.) der Chef der Arbeitsagentur, Thomas Richter, der Vorsitzende Dr. Werner Efing (Arbeitgeberseite), Kreisdirektorin Susanne Koch und DGB-Regionsvorsitzende Astrid Bartols.

Eine flächendeckende Begleitung soll der sinkenden Quote in der dualen Ausbildung entgegenwirken.  Es geht dabei um eine ganzheitliche Beratung. „Wir gucken nicht nur auf die Unversorgten, sondern auch auf die Abbrecher“, erläuterte der Vorsitzende des Gremiums, Dr. Werner Efing, der als Hauptgeschäftsführer des Unternehmerverbands Metallindustrie Bielefeld-Herford-Minden die Arbeitgeberseite vertritt. 

Unterstützung für Schwächere

Bei der assistierten Ausbildung über fünf Monate denkt er an 12 bis 15 Fälle, kündigte Thomas Richter als Vorsitzender der Geschäftsführung bei der Arbeitsagentur in Bielefeld an. Seine Vorstellung: Junge Menschen da abholen, wo das Problem ist. Intensiv beginnen, dann immer weniger begleiten und am Schluss die Zahl derer steigern, die eine reguläre Ausbildung antreten.

Frühzeitige Orientierung

Kreisdirektorin Susanne Koch als Vertreterin der öffentlichen Hand betont den Grundsatz des Kreises Gütersloh: kein Abschluss ohne Anschluss. Vor diesem Hintergrund sei es wichtig, dass bei Schulabgängern eine Orientierung bereits vorhanden sei, „bevor es losgeht“. Den Tagungsort des Gremiums, die Fachhochschule Bielefeld in Gütersloh, nannte die Kreisdirektorin ein gelungenes Beispiel von Kooperationen, was das duale Studium betreffe. Für den Verwaltungsausschuss sei wichtig, die unterschiedlichen Sichtweisen ins Licht zu rücken. Dr. Efing kommentierte: „Hut ab vor denen, die parallel einen Abschluss im Beruf und im Studium anstreben. Die haben eine lange Woche.“

Jugendarbeitslosigkeit senken

Thomas Richter nannte Zahlen: Bei einer Arbeitslosenquote von 5,3 Prozent im Jahr 2013, davon 5,2 Prozent bei den unter 25-Jährigen (entspricht 1162 jungen Arbeitslosen im Agenturbezirk) wird das Jahr 2014 mit einer Arbeitslosenquote von 5,4 Prozent enden. Dabei liege die Zahl der unter 25-Jährigen aber bei nur 5,0 Prozent. Ehrgeiziges Ziel des Agenturchefs: Im Zusammenwirken mit den Jobcentern in dieser Gruppe jedes Jahr einen Rückgang um 0,1 Prozent zu schaffen.

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