„Auch den seelischen Hunger stillen“
Bild: Poetter
Ein Haus zum Wohlfühlen: (v.l.): "Treffpunkt Pflege"-Geschäftsführer Ansgar Gierth, Pflegefachkraft Anna Funk und Investor Hans-Joachim Neumann stellen die Pläne für das Projekt vor.
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Die Einrichtung ist auch offen für pflegebedürftige Erwachsene, die an einer schweren neurologischen Krankheit wie beispielsweise Multipler Sklerose leiden. Oder für Menschen, die infolge eines Unfalls auf Hilfe angewiesen sind.

„Kein Seniorenheim der üblichen Art, sondern eine Alternative zu typischen Heimsituationen“ wolle man bieten, betont Geschäftsführer Ansgar Gierth. Es gehe nicht um Pflege nach dem Motto „satt, sauber, still“, sondern außer um Qualität auch um persönliche Zuwendung und Menschlichkeit. „Wir wollen den Menschen, die zu uns kommen, eine familiäre Hausgemeinschaft bieten, in die jeder seine Stärken einbringen und in ein selbstbestimmtes Leben führen kann.“ Egal ob Pflegestufe 3 oder 0, die Hilfsbedürftigkeit spiele keine Rolle, betont der Geschäftsführer.

14 neue Arbeitsplätze in Steinhagen

Das besondere Gemeinschaftsleben werde auch in der Raumkonzeption deutlich. Dazu die künftige Pflegedienstleiterin Anna Funk: „Das Leben findet um die zentral gelegene offene Küche statt sowie im Innenhof der Anlage, im großzügig angelegten geschützten Garten mit Voliere und hauseigenem See oder vor dem offenen Kamin in der guten Stube.“ Wer Lust dazu habe, dürfe Gemüse anbauen, die Hühner füttern, ein eigenes Kaninchen halten oder ganz einfach im Haus beim Wäschefalten helfen. Den „Langeweile-Tod“ solle keiner sterben.

Weitere Angebote: Ausflüge, Kirchgänge, gemeinsame Einkäufe und Geselligkeitsabende, bei denen auch die Angehörigen willkommen sind. „Wir decken nicht nur die Grundbedürfnisse der Menschen ab, sondern wollen auch den seelischen Hunger stillen“, erklärt Funk. Dass jedes Zimmer ein separates Duschbad habe und eigenes Mobiliar mitgebracht werden dürfe, verstehe sich von selbst.

Auch den seelischen Hunger stillen„Die konzeptionellen Unterschiede machen den Erfolg unserer Arbeit aus“, so Ansgar Gierth. Er verweist auf elf Standorte innerhalb von fünf Jahren mit mehr als 100 Bewohnern, die in den Kreisen Gütersloh und Paderborn entstanden seien. Dabei seien die Kosten pro Platz im Vergleich zu anderen stationären Einrichtungen deutlich günstiger. Das liege nicht zuletzt an dem fehlenden „Wasserkopf“ im Verwaltungsbereich, erklärte der Fachmann. Positiv für die Gemeinde Steinhagen: Es entstehen 14 neue Arbeitsplätze.

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