Auf Tuchfühlung mit Zombies und Dämonen
Nach anfänglichen Berührungsängsten gehen die jungen Gruselfans auf Tuchfühlung; (v. l.) Adrian, Bat-Schreck (Robert Wurms), Jolina, Stella, Vampirin (Nathalie Sindermann) und Stacy.

Nebelschwaden waberten über den Asphalt. Schreie gellten durch die Dunkelheit, Motorsägen heulten auf – an zwei Tagen wurde Halloween im Safaripark gefeiert. „Sie kommen!“, rief Mica aufgeregt, während sich zähnefletschende Vampire, fauchende Hexen, feuerspuckende Dämonen und andere schaurige Gestalten ihren Weg durch die Finsternis bahnten. „Dracula gibt es im Fernsehen. Aber dieser Zombie, der ist echt“, sagte der Vierjährige und zeigte auf einen Untoten, dem das Blut am Kopf herunterlief.

Angst hatte der Knirps nicht, die Schreckgestalten fand er vielmehr ungeheuer spannend. Anziehend sahen die Gruselakteure der Bielefelder Shademakers wahrhaftig nicht aus. Sie stellten die schaurigen Fantasiegestalten dar, denen man für gewöhnlich lieber nicht über den Weg läuft. Außer an Halloween. Und so zogen die unheilvollen Kreaturen los, um den Abendschwärmern einen gehörigen Schreck zu versetzen beziehungsweise deren Gemüter zu erheitern.

Voran ein turmhoher pelziger Dämon, der so manchen Besucher in Aufregung versetzte. Unzählige leuchtende Grablichter, Kürbisse und Spinnennetze hatten den Park bei Einbruch der Dunkelheit in eine schaurig-schöne Horrorlandschaft verwandelt. Überall im Park machten finstere Gestalten Jagd auf die Besucher. Auch an den Fahrgeschäften kam niemand an ihnen vorbei.

„Darf ich deine Leber haben?“, fragt ein blutrünstiger Zombie-Doktor und legt Lance seine eiskalte Hand auf die Schulter. „Nein, die brauche ich noch“, entgegnet der Elfjährige unerschrocken. Das Horror-Labyrinth war nichts für schwache Nerven. Ein Metzger schwang das Hackebeil, während an der Decke Beine baumeln.

„Es war richtig schaurig, weil man nicht wusste, was passiert. Die Darsteller haben uns mit irren Blicken angestarrt, mit uns gesprochen und uns sogar angefasst“, so die Bilanz der 14-jährigen Melanie. Die Krönung des gruseligen Spektakels im Safaripark bildete am Abend eine gigantische Lasershow mit Feuerwerk zu schauriger Musik. „Das Show mit den Live-Akteuren und das Feuerwerk waren sensationell“, fand Franziska Freiberg.

SOCIAL BOOKMARKS