Ausgangsbeschränkungen laufen aus
Foto: Bojak
Die seit 28. Dezember geltende nächtliche Ausgangsbeschränkung im Kreis Gütersloh wird nicht verlängert.
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„Am Donnerstag hat das Land NRW die Bund-Länder-Vereinbarung zum Schutz vor Corona in eine Verordnung umgesetzt, die zum 11. Januar in Kraft tritt“, heißt es in einer Mitteilung aus der Kreisverwaltung. Zum selben Zeitpunkt laufe die Allgemeinverfügung des Kreises Gütersloh aus.

Keine Voraussetzungen für Erlass einer weiteren Allgemeinverfügung

„Aktuell liegen die Voraussetzungen für den Erlass einer weiteren, sich unmittelbar anschließenden Allgemeinverfügung nicht vor“, heißt es in der Mitteilung weiter. Die Sieben-Tage-Inzidenz im Kreis Gütersloh liege – auch angesichts der reduzierten Testungen über die Feiertage – bereits seit mehreren Tagen unter 200.

Vor diesem Hintergrund werde zunächst weiter beobachtet, wie sich dieser Wert im Rahmen des nun „normalen“ Testgeschehens entwickle. „Nur auf dieser Grundlage kann man dann wirklich verlässlich und gerichtsfest beurteilen, welche Maßnahmen neben dem strengen Lockdown weiterhin erforderlich sind“, teilt die Verwaltung mit.

Inzidenz: Kreis Gütersloh in NRW auf Rang sieben

Der Spielraum für zusätzliche angemessene Maßnahmen werde durch die weiteren Verschärfungen der Coronaschutzverordnung immer kleiner. Bis vor einigen Tagen hatte der Kreis Gütersloh die höchste Inzidenz in ganz NRW vorgewiesen. Am 8. Januar lag der Landkreis mit einem Sieben-Tage-Wert von 175,1 laut Robert-Koch-Institut auf Platz sieben. Die höchste Inzidenz (220,7) wies die kreisfreie Stadt Gelsenkirchen auf.

Polizei berichtet von disziplinierten Bürgern

Dass sich die Bürger im Kreis Gütersloh die vergangenen Tage diszipliniert an die aktuellen Vorschriften und Auflagen gehalten haben, teilte Mark Kohnert, Pressesprecher der Kreispolizeibehörde Gütersloh, auf Anfrage dieser Zeitung mit. Kreisweit habe man, unterstützend zur Arbeit der Ordnungsämter in den Städten und Kommunen, bis zum Mittwochabend zehn Verstöße gegen die seit dem 28. Dezember geltende Allgemeinverfügung registriert. Fünf davon betrafen das Nichteinhalten der Ausgangssperre. Dreimal wurden Verstöße gegen die Kontaktsperre mit einer Ordnungswidrigkeit geahndet, zweimal die fehlende Mund-Nasen-Bedeckung beziehungsweise das Trinken von Alkohol in der Öffentlichkeit. „Es gibt immer ein paar schwarze Schafe, die unbelehrbar sind“, betont der Polizeihauptkommissar die „angesichts der Bevölkerungsdichte durchaus positive Bilanz“.

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