Außengelände wie zu Böckstiegels Lebzeiten
Bild: Walkusch
77 000 Euro steuert die NRW-Stiftung zur Gestaltung des Außengeländes des Museums Peter August Böckstiegel bei. Dr. Ute Röder (rechts) überreichte den Förderbescheid an Beate Behlert.
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77.000 Euro hat Vorstandsmitglied Dr. Ute Röder jetzt überreicht. „Eigentlich passte der Antrag erst einmal nicht in unser Förderprogramm“, sagt Röder. Sie ist bei der NRW-Stiftung für die ostwestfälische Riege zuständig.

Aber diese Außenanlage und das, was die Peter-August-Böckstiegel-Stiftung damit vorhabe, sei schon einzigartig. Im Vordergrund stünde schließlich nicht, einen Park anzulegen. Vielmehr gehe es darum, die Natur so zu zeigen, wie Böckstiegel sie zu seinen Lebzeiten gesehen und auf Leinwand gebracht habe.

Und genau das sei auch das Ziel bei den Planungen gewesen, sagt Beate Behlert, Geschäftsführerin der Peter-August-Böckstiegel-Stiftung. Man habe einige Ideen von Büros vorliegen gehabt und besprochen.

„Bei dem Siegerentwurf hatte man das Gefühl, dass der Planer das Gelände wirklich verstanden hat“, sagt Behlert. Es sei vor allem die Wertschätzung für die Natur gewesen, die die Organisatoren überzeugt habe.

Außengelände noch nicht fertiggestellt

Noch ist das Außengelände aber noch nicht ganz fertig. Wird es auch nicht mehr bis zur Eröffnung des Museums Peter August Böckstiegel Ende dieses Monats. Das liegt zum einen auch am Wetter. Denn durch die Trockenheit der vergangenen Wochen hat sich der Rasen nicht so entwickelt, wie es wünschenswert gewesen wäre.

Außerdem sollen noch Audiostationen angebracht werden. Denn Böckstiegel ist auch in der direkten Umgebung seines Hauses in Werther-Arrode kreativ geworden. Soll heißen: Viele Motive sind auf dem Außengelände zu finden. Malkurse sollen dort ebenfalls stattfinden.

Zwei Terrassen fügen sich in die (baldige) Grünfläche ein. Ei

Wegen der langen Trockenperiode ist die Grünfläche am Museum Peter August Böckstiegel in Werther noch ein wenig karg. Bild: Walkusch
ne wird wohl auch für das Café genutzt. Die andere ist für die pädagogische Arbeit mit Schülern gedacht. Ein kleiner Kiesweg – mal schmal, mal breit, er soll nicht steril und akkurat wirken – schlängelt sich über das Gelände an der Schlossstraße. Obstbäume runden das Bild ab.

„Wenn sich Spaziergänger mal an den Äpfeln und Birnen bedienen, ist das kein Problem“, sagt Beate Behlert, bittet aber darum, das Maß im Auge zu behalten. Gefördert werden übrigens auch Schulklassen, die das Museum besuchen wollen. So übernimmt die NRW-Stiftung die Fahrten. „Damit wollen wir die Heimat bekannter machen“, sagt Röder.

Die NRW-Stiftung und Böckstiegel – diese Verbindung besteht schon länger. Die Stiftung hatte bereits die Sanierung des Dachs des roten Böckstiegel-Hauses mit 20.000 Euro gefördert.

Röder ist begeistert von Museum

Und auch für die Erweiterung um das Museum im Jahr 2016 gab es Geld, dann 40.000 Euro. Ute Röder von der NRW-Stiftung ist auf jeden Fall ganz angetan von dem, was auf dem Gelände in Werther-Arrode in direkter Nachbarschaft zu Bielefeld passiert. „Ich habe schon mehrere Führungen mitgemacht und war jedes Mal begeistert“, sagt sie.

Was sie auch überzeuge, sei die Arbeit der Böckstiegel-Stiftung und der vielen Ehrenamtlichen sowie der anderen Unterstützer. „Das ist für uns als NRW-Stiftung ein wichtiger Aspekt“, sagt Röder.

Bei diesem Projekt seien aber so viele Parteien ganz unterschiedlicher Art mit im Boot, die gemeinsam den Museumsbau und das Außengelände nicht nur finanziell gestemmt hätten. „Die Spender wollen mitgestalten“, sagt Beate Behlert. Sie betont das gute Verhältnis zur NRW-Stiftung.

Bei den Plänen, sensibel mit dem Außengelände umzugehen und nicht zu stark in die Natur einzugreifen, sei die Stiftung direkt mit an Bord gewesen. „Ute Röder hat sich unglaublich für uns eingesetzt“, sagt Behlert.

NRW-Stiftung von Konzept überzeugt

„Sie hat vor allem bei Verständigungsproblemen vermittelt, beispielsweise wenn eine Formulierung im Förderantrag stand, die nur verständlich gewesen sei, wenn man das Gelände kenne. „Ute Röder hat die ganze Zeit an uns geglaubt“, bedankt sich Behlert.

Die NRW-Stiftung wiederum ist von dem Konzept überzeugt, die Heimat in den Vordergrund zu stellen. „Das ist uns wichtig. Die Ausflüge für Schulklassen, die wir fördern, heißen zum Beispiel Heimattouren“, sagt Röder. Denn vielen sei nicht bewusst, was sich direkt vor der Haustür befinde.

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