Ausstellung im Atelier Bergkemper
Bild: Pieper
Ein zwei Tonnen schweres Meisterwerk. Der Eisbäre aus weißem Laaser Marmor ist das Prunkstück in  Bernd Bergkempers neuer Ausstellung, die der Bildhauer am Samstag, 13. September, in seinem Langenberger Atelier, Eichenstraße 28, eröffnet.  
Bild: Pieper

Lebensgroß, aus leuchtend weißem Laaser Marmor, zieht die zwei Tonnen schwere Skulptur des Langenberger Bildhauers Bernd Bergkemper die Aufmerksamkeit auf sich. Ein Meisterwerk. Es wird am Samstag, 13. September, zur Eröffnung der Ausstellung „Arktis trifft Afrika“ die Besucher begrüßen. Die Vernissage beginnt um 17 Uhr.

Bergkemper zeigt in seinem Ausstellungsraum, in der Werkstatt und im Außenbereich seines Hauses, Eichenstraße 28, neue Arbeiten, die in den vergangenen Monaten entstanden sind. Wobei allein 1000 Arbeitsstunden auf den Eisbär entfielen. Der Künstler hat ihn aus einem sechs Tonnen schweren Marmorblock herausgemeißelt und -geschliffen, bis die Skulptur zu jener auf wenige, charakteristische Linien reduzierten, ausdrucksstarken Figur wurde, die sich in ihrer formalen Eleganz selbstbewusst über des Bildhauers Phalanx an zeitlos-schönen Tierplastiken erhebt.

Geschaffen aus schwarzem Diabas, lauert eine Löwin auf einer Stele. Es räkelt sich die Katze und ein Seelöwe bäumt sich auf, bereit zum Spiel mit dem Ball, während der Steinbock drohend den Kopf senkt. Wie kaum ein anderer weiß Bergkemper das Typische von Tieren einzufangen, ihre Bewegungen zu manifestieren ohne ihnen die Dynamik zu nehmen. Es ist das Wissen um die richtige Balance, das ihn und seine Werke auszeichnet. Das gilt auch für seine abstrakten Arbeiten.

Die Ausstellung „Arktis trifft Afrika“ ist bis zum 28. September täglich von 11 bis 18 Uhr und nach Vereinbarung, Tel. 05248/433 geöffnet.
 „Gebrochene Perfektion“ nennt er beispielsweise eine große Diabas-Kugel für den Außenbereich, die er so bearbeitet und ausgehöhlt hat, dass es aussieht, als wollten sich Teile vom Kern absondern. So glatt poliert die Oberfläche, so rau ist das Innenleben. Der Kontrast reizt. Der Gegensatz zieht an. Ein Spiel mit der Balance sind auch Bergkempers in unterschiedlichen Winkeln ineinandergeschobene Scheiben. Zwei, drei oder vier an der Zahl und auch so betitelt, hat er sie sauber aus einem Block Vulkangestein herausgearbeitet und glatt geschliffen. Ein bildhauerisches Spiel mit statischen Gesetzmäßigkeiten und raumgreifender Präsenz. Fasziniert von den Möglichkeiten, die sich daraus ergeben, hat der Künstler jetzt erstmals auch eine Version in Edelstahl geschaffen. Blank poliert, erinnert sie an einen der Himmelsspiegel von Anish Kapoor, nur facettenreicher. Es gilt, neue künstlerische Wege auch jenseits des Steins zu finden.

SOCIAL BOOKMARKS