Auszubildende als Einbrecher chancenlos
Bild: Leskovsek
Eindrucksvolle Demonstration: Eduard Moos (links) und Ruslan Rekin versuchten, ein abgesichertes Fenster gewaltsam zu öffnen. Referent Daniel Bremicker schaute ihnen zu. Nach drei Minuten war zwar der Fensterrahmen fast komplett zerstört, aber die Sicherungen hielten stand.
Bild: Leskovsek

Mit ihnen werden Fenster sowie Terrassen- und Haustüren sicherer. Weil Einbrecher dann deutlich mehr Zeit benötigen oder Lärm verursachen, um gewaltsam in ein Haus einzudringen, lassen sie häufig von solchen Objekten ab, erfuhren die rund 60 Auszubildenden des dritten Lehrjahrs.

Tischler-Nachwuchs ist beeindruckt

Die Demonstration am Berufskolleg war eindrucksvoll: Nicht einmal zehn Sekunden brauchte Daniel Bremicker, Anwendungstechniker und Abus-Schulungsreferent, um ein ungesichertes Fenster mit einem Schraubendreher aufzuhebeln. Und das ganz ohne Zauberei: Denn auch einige Schüler versuchten es und waren nur unwesentlich langsamer als der Fachmann. Das ungesicherte Fenster war in wenigen Sekunden offen, noch schneller das auf Kipp gestellte.

Aber an einem gesicherten Objekt hatten am Ende der Vorführung die kräftigen Schüler Eduard Moos und Ruslan Rekin schwer zu knacken. Nach drei Minuten war zwar der Fensterrahmen fast komplett zerstört, aber die nachgerüsteten Sicherungen hielten stand. „Bei so viel Aufwand geben die meisten Einbrecher auf, zumal es unglaublich viel Lärm macht“, erklärte Daniel Bremicker.

Reckenberg-Berufskolleg hofft auf Wiederholung

Die Jugendlichen waren schockiert, wie rasch ein einfaches Fenster geöffnet werden kann, aber auch begeistert, wie viel ein wenig Aufschraub-Verriegelungstechnik bewirken kann. Den gesamten Vormittag drehte sich alles um den Einbruchschutz, denn immer mehr Tischlereien im Kreis und das Berufskolleg beschäftigen sich mit dem wichtigen Thema.

Die professionelle Einbruchsicherung ergänzte den Unterrichtsplan. Informiert wurde über die neuesten Normen, die Techniken der Einbrecher, über Schwachstellen an Türen und Fenstern sowie über Nachrüstmöglichkeiten. Die Kreishandwerkerschaft, die Mitglieder der Schutzgemeinschaft „Sicheres Haus sowie die Lehrer der Abteilung Holztechnik hoffen, einen weiteren Schritt in Richtung zukunftsweisender Unterrichtsinhalte von Handwerkern unternommen zu haben. Schulleiterin Elke Brost hofft, dass die Kooperation mit der Firma Abus in den nächsten Jahren aufrechterhalten werden kann.

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