Bagger buddelt Hunderte Schuhe aus
Ein ganzer Haufen Schuhe: Vermutlich stammen sie von deutschen Soldaten.

Dorthin hat man die Fundstücke einstweilen verfrachtet, um sie sicherzustellen. Hinter Mutmaßungen, die Stiefel könnten aus der Zeit des Kriegsgefangenenlagers Stalag 326 stammen, muss man bislang ein großes Fragezeichen setzen.

Da einige Schuhe genagelt sind, geht Historiker Oliver Nickel eher davon aus, dass wenigstens diese Exemplare mit einiger Sicherheit Wehrmachtssoldaten zuzuordnen sind, die nach dem Krieg in der Senne interniert waren. Um die Herkunft der Schuhe aber exakt beurteilen zu können, müsse man das Material sichten und begutachten, erläuterte der Leiter der Dokumentationsstätte.

Wer vor dem Schuhhaufen steht, weiß sofort, dass das eine Menge Arbeit ist, denn viele Fundstücke sind auf den ersten Blick nicht mal mehr als Schuhwerk zu erkennen. Um die Utensilien zu retten, müssten sie eigentlich kontinuierlich bewässert werden.

Dann könnten sie erhalten werden, machte Oliver Nickel deutlich. „Sie müssen feucht bleiben, sonst gehen sie kaputt.“ Nun wird man schauen, ob, wo und wie man sie lagern kann. Dann könnte die Herkunftsforschung starten. Doch ob das klappt, ist offen, denn Geld für aufwendige Materialuntersuchungen hat der Förderverein gar nicht in der Tasche.

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