Baupreise und Mieten gestiegen
Bild: Neitemeier
Hochkonjunktur war im vergangenen Jahr auch auf dem Immobilienmarkt im Kreis Gütersloh. In Gütersloh sind beispielsweise viele Wohngebäude hinterm Kreishaus entstanden. Baupreise und Mieten sind teils deutlich gestiegen.
Bild: Neitemeier

Das berichtet der Gütersloher Makler und Immobiliensachverständige Ludger Kaup. Bei vielen Käufen in den letzten beiden Monaten des Jahres habe es sich um vorgezogene Geschäfte gehandelt, die sonst erst später umgesetzt worden wären, erläutert Kaup. Der Immobilienexperte rechnet so Anfang 2015 „mit einer kleinen Nachfragedelle“.

Wohnimmobilien besonders gefragt

Besonders hoch sei die Nachfrage nach Wohnimmobilien gewesen – und das vor allem in Gütersloh, Rheda-Wiedenbrück und Verl. Dort sei es mit bis zu vier Prozent auch zu den höchsten Steigerungsraten gekommen, sagte der heimische Makler. Für freistehende gebrauchte Einfamilienhäuser in guten Lagen der Kreisstadt seien derzeit bis zu 312 000 Euro fällig (plus vier Prozent). In Rheda-Wiedenbrück müsse man mit etwa 268 000 (plus drei Prozent) und in Verl mit etwa 286 000 Euro (plus vier Prozent) rechnen.

Am günstigsten sind Eigenheime Kaup zufolge in Borgholzhausen (184 000 Euro) und Langenberg (182 000 Euro). Dort hätten die Preise nach einer Übersicht des Immobilienverbands Deutschland (IVD) um ein oder zwei Prozent zugelegt.

Gute Ausstattung bei Neubauten

In Gütersloh liegen die Kosten für gebrauchte Eigentumswohnungen in sehr guten Lagen wie am Stadtpark und an Mohns Park sowie in der City bei bis zu 1600 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche (plus fünf Prozent). In Harsewinkel und Rietberg sind in dieser Kategorie etwa 1340 Euro, in Werther 1460 Euro und in Schloß Holte-Stukenbrock 1375 Euro fällig.

Für Neubauten an vergleichbaren Standorten müssten derzeit in Gütersloh mit 2600 Euro etwa acht Prozent mehr eingerechnet werden als vor zwölf Monaten. „Diese Neubauten verfügen über eine außergewöhnlich gute Ausstattung, die sich in höheren Baukosten niederschlägt. So gibt es Aufzüge, selbst wenn das Gebäude nur über zwei Etagen verfügt. Außerdem machen sich strengere Energieeinsparvorgaben bemerkbar“, erläutert Kaup. 

Mehr zu diesem Thema lesen Sie auf der Kreisseite Gütersloh in der „Glocke“ vom 3. Januar.

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