Behandlungszentrum nimmt Betrieb auf
Bild: Dinkels
Am heutigen Donnerstag hat das neue Corona-Behandlungszentrum der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) in Gütersloh seine Arbeit aufgenommen. Es befindet sich im Carl-Miele-Berufskolleg.
Bild: Dinkels

Ziel ist, Coronavirus-Erkrankte sowie in Quarantäne befindliche Patienten, die auf ihr Testergebnis warten, außerhalb der Praxen der niedergelassenen Vertragsärzte zu versorgen. Mögliche Ansteckungsrisiken sollen so weiter minimiert werden.

Telefon- oder Videosprechstunde vor Besuch

Dr. Hermann Brune, Leiter der KVWL-Bezirksstelle Bielefeld, erklärt: „Der Zugang zum Covid-19-Behandlungszentrum erfolgt über den Haus- oder Facharzt. Patienten werden nach einer Telefon- beziehungsweise Videosprechstunde zur weiteren Behandlung im Behandlungszentrum angemeldet.“

Der Zugang könne darüber hinaus auf Zuweisung durch das Gesundheitsamt, den ärztlichen Notfalldienst und die Krankenhausambulanzen erfolgen. Nach der Anmeldung durch den Arzt erhalten die Patienten laut Mitteilung der KVWL einen zeitnahen Termin per SMS oder Telefonanruf. Im Behandlungszentrum werden die Schwere der Infektion und der Behandlungsbedarf möglicher Begleiterkrankungen eingeschätzt. Die Ausstellung von Rezepten, Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen oder eine stationäre Einweisung ist dort möglich.

„Corona-Pandemie ist eine große Herausforderung“

„Die Corona-Pandemie ist für uns alle eine große Herausforderung“, so Brune weiter. „Wir sind deshalb sehr froh über die kollegiale Zusammenarbeit und die umfassende Unterstützung seitens des Kreises Gütersloh bei der Errichtung des Behandlungszentrums.“

Zeitgleicher Betrieb von Zentrum und Berufskolleg ist kein Problem

Thomas Kuhlbusch, Leiter des Krisenstabs im Kreis Gütersloh, ergänzt: „Durch die Unterbringung des Behandlungszentrums in einem getrennt zugänglichen und gut vom Schulbetrieb trennbaren Gebäudeteil können wir sicherstellen, dass die Patienten dort gut versorgt werden können, ohne dass andere Personen dem Risiko einer Ansteckung ausgesetzt werden.“ Dies gelte auch für den Fall, dass der Schulbetrieb nach den Osterferien oder zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufgenommen werde.

Ohne Termin läuft nichts

Damit alles reibungslos klappt, sollen alle Patienten vorab einen Termin erhalten. „Es ist nicht möglich, dort ohne Termin vorzusprechen und behandelt zu werden“, sagt Kuhlbusch. Am Montag hatte es einen abschließenden Ortstermin unter Beteiligung der Schulleitung des Carl-Miele-Berufskollegs gegeben. Die Schule ist in Trägerschaft des Kreises. Die Parkplätze, die Wegeführung sowie die Ein- und Ausgänge werden so getrennt, dass der Betrieb des Zentrums und der Schule sich gegenseitig nicht beeinträchtigen.

Behandlungszentrum ist im ersten Gebäude des Berufskollegs

Das Behandlungszentrum wird im ersten Gebäude des Carl-Miele-Berufskollegs von der Wilhelm-Wolfstraße aus gesehen eingerichtet, erhält einen eigenen Parkplatz sowie einen eigenen Ein- und Ausgang. Bauzäune trennen das Behandlungszentrum und das restliche Schulgelände. Weitere Informationen zu den KVWL-Behandlungszentren gibt es im Internet unter www.kvwl.de/coronavirus.

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