Berufe zum Ausprobieren kommen an
Bild: Steinecke
Mehr als 60 Aussteller präsentierten sich und ihre Berufsangebote am Samstag in der Stadthalle Gütersloh.
Bild: Steinecke

60 Aussteller aus Industrie und Handwerk vermittelten in der Stadthalle einen Eindruck über die Bandbreite der gewerblichen und kaufmännischen Ausbildungsberufe. „Wir platzen aus allen Nähten“, freute sich Organisatorin Alena Miorini vom Unternehmerverband über den guten Zuspruch.

Doch nicht nur der Umzug vor vier Jahren von den Schulen in die Stadthalle hat der Veranstaltung gut getan. Auch das frische Werbekonzept auf Facebook kam an. Und mit der Maßnahme, dass Auszubildende ihren potenziellen Nachfolgern einen Einblick verschaffen, baute man Hemmschwellen schnell ab. Während die Eltern mit Ausbildern oder Personalleitern sprachen, zeigten die Azubis, worauf es in ihrem Beruf ankommt. Das Motto „Anfassen und ausprobieren“ geriet so nicht zu einer leeren Hülle, sondern füllte sich mit Leben.

Viele Ansprechpartner an einem Ort

So zeigte Marcel Hoffmeister dem 15-jährigen Wayne Berkemeier aus Rheda-Wiedenbrück, wie man als Zimmermann mit dem Stecheisen eine Holzverzapfung herstellt. Schnell war sich Wayne Berkemeier sicher, dass er sich auf dem richtigen Weg befindet: „Das ist ein schöner Beruf.“ Auch für andere schlug die Stunde der Erkenntnis, wenn auch mit anderen Vorzeichen. Jannick Wallmeyer aus Steinhagen sah nicht gerade so aus, als sei er mit der Maurerkelle in der Hand geboren. Trotzdem ließ er sich von Dominic Kreuzer zeigen, wie man eine Mauer setzt. „Ich glaube, ich bin doch mehr für das Theoretische geeignet. Was ich aber machen will, das weiß ich noch nicht“, so der 16-Jährige.

„Das ist ein ganz typischer Fall. In der zwölften Klasse sein, aber nicht wissen, was sie wollen“, sagte Norbert Mayer, der mit seinem Sohn Simon die Messe zur Berufsorientierung besuchte. Für Simon Mayer kristallisierte sich heraus, dass er Industriekaufmann werden möchte. „Hat sich gut angehört“, war er mit den Beratungsgesprächen richtig gut zufrieden.

Und auch Papa Mayer machte ein zufriedenes Gesicht. „Für eine regionale Messe ist das sehr gut hier. Außerdem hat es den Vorteil, dass viele ortsnahe Firmen vertreten sind“, sagte er. Und besonders hob er hervor, dass nicht, wie andernorts üblich, Eintritt erhoben wurde.

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