Bessere Kläranlagen und vieles mehr
Bild: Neitemeier
Den Runden Tisch zur Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie für die Obere Ems leitete am Donnerstag  im Kreishaus in Wiedenbrück Birgit Rehsies von der Bezirksregierung. Mehr als 50 Experten nahmen daran teil.
Bild: Neitemeier

Betroffen sind unter anderem Klärwerke in Harsewinkel, Rietberg, Gütersloh (Putzhagen) und Verl. Der Ausbau von Kläranlagen gehört zu einem umfangreichen Maßnahmenpaket, dessen Entwurf die Bezirksregierung Detmold jetzt vorgelegt hat.

Das Konzept stand gestern im Kreishaus in Wiedenbrück im Mittelpunkt eines weiteren Runden Tisches zum Thema Obere Ems, nachdem im Mai zunächst der Zustand der heimischen Gewässer beleuchtet worden war. Hintergrund der Aktivitäten ist die Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie. Spätestens 2021 sollen alle Bäche und Flüsse im Kreis ökologisch das Prädikat „gut“ haben.

Nur wenige Gewässer haben das Prädikat „gut“

Davon sind viele aber noch weit entfernt. Mit dem Furlbach und dem Oberlauf der Ems bis Hövelhof befinden sich laut Birgit Rehsies von der Bezirksregierung Detmold derzeit nur zwei von zahlreichen Gewässern im Einzugsbereich der Ems in einem guten Zustand. Bei allen anderen gebe es Verbesserungsbedarf, so die Dezernentin für Wasserwirtschaft. Doch die Region sei am Ball, wie die Konferenz am Donnerstag erneut gezeigt habe, so Rehsies.

„Wir führen sehr konstruktive Gespräche“, sagte die Expertin über den Dialog der Vertreter von Kreisen, Kommunen, Wasserwirtschaftsverbänden und der Landwirtschaft. Viele Maßnahmen seien bereits abgestimmt. Spätestens Ende 2015 soll das Gesamtkonzept behördenverbindlich auf dem Tisch liegen und feststehen, wer was bis wann zu machen hat. Im nächsten Jahr läuft der erste, 2009 in Kraft getretene Bewirtschaftungsplan für die Gewässer in Ostwestfalen-Lippe aus.

Maßnahmenpaket wird abgestimmt

Kanäle sanieren, mehr Uferrandstreifen anlegen, Querbauwerke entfernen, geradlinige Strukturen verändern, störende Einträge beseitigen – über den Ausbau von Kläranlagen hinaus gibt es zahlreiche Ansatzpunkte zur Optimierung der Gewässergüte. Auch die Verbesserung der Regenwasserbehandlung beispielsweise an der Landesstraße 756 im Raum Verl/Schloß Holte-Stukenbrock gehört dazu. Ganz wichtig sind zudem Maßnahmen rund um die Landwirtschaft, damit weniger Stickstoff, Phosphor und Pflanzenschutzmittel in die Gewässer gelangen.

Mancherorts wie an der Ems in Harsewinkel ist laut Birgit Rehsies schon viel erreicht worden. Das gelte auch für die Dalke in Gütersloh. „Sie ist auf einem guten Weg.“

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