Beste Meisterin kommt aus Gütersloh
Bild: Bitter
Erste Meisterfeier im Bielefelder Campus Handwerk: (v. l.) Kammer-präsidentin Lena Strothmann, die beiden Erstplatzierten, Marco Müller und Lisa Venjakob aus Gütersloh, sowie Jens Lehmann, Sven Westerhelweg und Hauptgeschäftsführer Michael Heesing.
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Sie bereitet sich gerade am Felix-Fechenbach-Berufskolleg in Detmold auf den großen Befähigungsnachweis im Tischlerhandwerk vor. In ihrem zufälligerweise gleichnamigen Ausbildungsbetrieb, der Möbeltischlerei Venjakob in Friedrichsdorf, arbeitet die 27-Jährige als stellvertretende Abteilungsleiterin schwerpunktmäßig im Maschinenraum, wo ihr besonders die Arbeit an der vollautomatischen CNC-Maschine gefällt. Schon Lisa Venjakobs Großvater war Tischler.

Einen ersten Platz nahm auch Zimmerermeister Marco Müller aus Bünde ein. Der Zweitplatzierte, Maler- und Lackierermeister Sven Westerhelweg, kommt aus Versmold. Er trägt inzwischen beim Malerbetrieb Wohn- und Objektgestaltung Rickmann-Rehage in Gütersloh Verantwortung. Als technischer Leiter plant, steuert und überwacht der 25-Jährige die Arbeitsprozesse und ist zuständig für die Angebotserstellung.

An Dritter Stelle rangiert Kraftfahrzeugtechnikermeister Jens Lehmann aus dem Bielefelder Autohaus Steinböhmer. Als Präsent gab es für das Besten-Quartett einen hochwertigen Montblanc-Kugelschreiber. Von den frischgebackenen Meistern stammen 41 aus de

m Kreis Gütersloh: fünf Elektrotechniker, drei Tischler, vier Metallbauer, drei Installateure und Heizungsbauer, acht Kraftfahrzeugtechniker, vier Friseure, sechs Maurer und Betonbauer, vier Maler und Lackierer und vier Feinwerkmechaniker. „Das ostwestfälisch-lippische Handwerk ist stolz auf Sie. Sie sind unsere Stars und Zukunft“, sagte Kammerpräsidentin Lena Strothmann zur Begrüßung. Sie dankte den Prüfern als wichtigste Säule der dualen Ausbildung. „Zukunft ist unsere Baustelle. Zukunft aus Meisterhand sollte nicht dem Zufall überlassen werden“, betonte die Rednerin. Der Meisterbrief sei Meilenstein im Lebenslauf, Markenkern eines mit dem Bachelor gleichgestellten Bildungsgangs und gegen alle Angriffe der EU aus Brüssel zu verteidigen, sagte Strothmann. Als Vorzüge zählte sie auf: Meister können ausbilden, sind handwerklich fit, haben kaufmännisches Wissen und dürfen sich selbständig machen.

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