Besuchsdienst benötigt Mitstreiter
Werben für den neuen Besuchsdienst für ältere Menschen: (v. l.) Elisabeth Mücke, Kerstin Steinmeier, Adelheid Menkeberenshemke, Mechthild Reker, Jürgen Engelns und die ehrenamtlichen Begleiterinnen Brigitte Weishaupt und Gabriele Beller.

Im vergangenen Herbst wurde der Service ins Leben gerufen. „Mit einem Lächeln begrüßt und verabschiedet zu werden, ist für mich ist das Schönste“, berichtet Gabriele Beller, die sich seit Anfang des Jahres ehrenamtlich um eine ältere Frau mit gesundheitlichen Problemen kümmert.

Sie geht mit ihr spazieren, Kaffee trinken und liest ihr vor. Brigitte Weishaupt sieht in dem Besuchsdienst ebenfalls eine sinnvolle Aufgabe. Von ihr wird eine 89-jährige Frau, die im Haus ihrer Familie wohnt, betreut. „Wir gehen oft an die frische Luft, und verbringen gern Zeit miteinander, weil dadurch auch ihre Tochter entlastet wird“, erzählt Weishaupt.

Die Ehrenamtlichen können die Zeit für ihren Einsatz frei gestalten. Wünschenswert ist ein Besuch pro Woche mit einem zeitlichen Aufwand von ein bis zwei Stunden. Menschen, die ehrenamtlich im Besuchsdienst tätig werden wollen, müssen keine spezielle Ausbildung vorweisen. Sie werden in einer Schulung auf die Tätigkeit vorbereitet.

Die Mitarbeiter gehen in der Regel auf die Wünsche der älteren Menschen ein, übernehmen jedoch keine Haushalts- und Pflegetätigkeiten. Es sollen keine Dienstleistungen ersetzt werden, die üblicherweise bezahlt werden. Der Service beruht auf freiwilliger Basis. Ein Ausstieg ist jederzeit möglich. „Es ist sehr wichtig, mit allen Wohlfahrtsverbänden zusammenzuarbeiten“, betont Mechthild Reker von der Arbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtsverbände im Kreis Gütersloh. „Die Mitarbeiter und Ehrenamtlichen kennen die Menschen im Ort und wissen, wer einsam ist.“

Unerlässlich sei es, Vertrauen aufzubauen. Für den Besuchsdienst liegt bereits eine konkrete Anfrage vor. Wer den Dienst in Anspruch nehmen möchte oder sich für eine ehrenamtliche Mitarbeit interessiert, sollte sich im Kreisfamilienzentrum melden. Ansprechpartnerin dort ist Kerstin Raeder: Telefon 05207/9291450.

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