Betriebshilfsdienst feiert Gold-Jubiläum
Bild: Bitter
Die Vorsitzenden des Landwirtschaftlichen Betriebshilfsdienstes Gütersloh innerhalb von 50 Jahren: (v. l.) Gerhard Kattenstroth (Gütersloh) und seine Stellvertreterin Carola Schwanhold (Werther) sowie deren Vorgänger Ernst-August Niemann (Werther), Günther Völker (Rheda-Wiedenbrück) und Gerhard Piepenbrock (Gütersloh).
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Wie berichtet, waren Ernst-August Niemann aus Werther und Gerhard Piepenbrock aus Gütersloh 1966 die Männer der ersten Stunde, um den Fortbestand der Höfe der retten, wenn der Leiter durch Unfall, Krankheit oder Tod ausfällt. 1990 folgte Günther Völker an der Spitze. Auf seinem Hof an der Marienfelder Straße in Rheda-Wiedenbrück wurde das 50-jährige Bestehen des BHD gefeiert.

Die Verantwortung trägt seit 2005 Gerhard Kattenstroth aus Gütersloh. Ihm zur Seite steht Stellvertreterin Carola Schwanhold aus Werther. „Lediglich vier Vorsitzende in 50 Jahren, das geht nur, wenn die Arbeit Spaß macht“, sagte Disselkamp. Sie lobte: „Viele Menschen waren aktiv. Das ist der Geist, der den Betriebshilfsdienst durchweht.“ Es habe manche Diskussionen gegeben zu Beginn, auch mit der Landjugend, aber keinen Dissens.

Darauf legt Gerhard Piepenbrock besonderen Wert. Die Landwirtschaftskammer habe die Geschäftsführung übernommen. Ein Maschinenring sei 2012 in den Kreis geholt worden. Wenn er nicht so stark gewachsen sei, liege das an der „Superstruktur der Lohnunternehmer“. Ernst-August Niemann betonte, dass es anfangs ehrenamtliche Betriebshelfer gegeben habe. „Ein freundliches Willkommen der Landfrau, ein leckeres Essen – reichlich und mit Nachtisch – ,dann waren die gut zufrieden.“

 Der Wertheraner vergaß aber die ernsten Situationen nicht, wenn ein Hofbesitzer tödlich verunglückt war. Niemann: „Dann hätten wir nicht nur einen Betriebshelfer, sondern auch einen Notfallseelsorger schicken müssen. Günther Völker berichtete, dass noch heute ein Stammtisch bestehe, zu dem Gerd Meloh und der frühere Präsident der Landwirtschaftskammer, Karl Meise (beide aus Rheda-Wiedenbrück), gehörten. Beim Zusammenschluss der Vereine Halle und Wiedenbrück sei Halle anfangs zögerlich gewesen. Völker fand das verständlich; denn wenn zwei gewachsene Gemeinschaften zusammenfänden, bringe das nicht immer das Doppelte an Leistung. Im Kreis Gütersloh habe alles geklappt mit der hauptamtlichen Geschäftsführerin Cindy Neidthardt.

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