Bettgeschichten und fetzige Tänze
Bild: Fortmeier
Wenn Heini und Lisbeth (Simon Oekenpöhler und Julia Kruse) sich im Pyjama präsentieren und die Gäste in ihrem Schlafzimmer am Stadtgeflüster teilhaben lassen, fließen Lachtränen.
Bild: Fortmeier

Das alles und manches zum Thema Wellness haben die Karnevalisten bei Magnus Brock gelernt. Und so war die Prunksitzung des Stukenbrocker Karnevalsvereins (SKV, derzeit 520 Mitglieder) auch in diesem Jahr wieder das i-Tüpfelchen der SKV-Session. Wenn Lachen die beste Medizin ist, werden die Besucher dieser Veranstaltung wohl so schnell nicht mehr krank.

Hedwig ist in ihrem Element

Kein Stuhl war am Samstagabend in der „Post“ frei. Kein Wunder, ist doch bei der Prunksitzung stets hochkarätige Karnevalsstimmung gesichert. Auch Hedwig aus Verl (Christine Rickhaus) hatte mit einem Hausschuh und einer Wörishofer Sandalette („Apostelbereifung“), Fußballstrümpfen, einem weinroten Kostüm und Aldi-Tüten alle Register der Schönheit gezogen, um bei der Männerwelt zu punkten, da ihre Kontaktanzeige in der Rentner-Bravo (Apotheken-Rundschau) ohne Erfolg geblieben war.

Auch gegen den Hagelschaden an ihren Oberschenkeln, was andere Cellulite nennen, hatte Hedwig viel unternommen. Immer wieder musste ihr Josef Gerkens ein Schnäpschen einschenken, während sie von dem scharfen Eisen, dem schönen Ralf, schwärmte.

Stadtgeflüster im Schlafanzug

Heini (Simon Oekenpöhler) und Lisbeth (Julia Kruse) vom SKV ließen wieder einmal alle Gäste hinter die Kulissen in ihrem Schlafzimmer blicken. Dabei erfuhren die Narren so manche Anekdote aus dem Privatleben der beiden und hörten allerlei Stadtgeflüster.

Mit dem „Als die Söhne Bofrosts“ präsentierten sich die Poppnasen in ihrem ersten Sketch. Dabei verrieten sie, dass ihre Väter ja bei den Hausfrauen „viel zu tun hätten“. Für sowohl tänzerische als auch akrobatische Höchstleistungen sorgte nicht nur die Stukenbrocker Tanzgarde, die Dietmar Gertz als die Augenweide des SKV bezeichnete, sondern auch das Solomariechen Lea Sandbote begeisterte. Die Gruppe „Letz Fetz“, die kürzlich ihr 25-jähriges Bestehen feierte, überzeugte mit einem Zusammenschnitt aus früheren Jahren.

Mehr auf der Seite Schloß Holte-Stukenbrock in der „Glocke“ vom 11. Februar.

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