Bienenvolk wegen Faulbrut vernichtet
Nach dem Ausbruch der Seuche müssen die Imker um ihre Bienenvölker fürchten.

Die Diagnose Faulbrut ist laut Mitteilung ein amtstierärztlicher Befund der Abteilung Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung. Der Kreis Gütersloh habe einen Sperrbezirk in Teilen von Schloß Holte-Stukenbrock eingerichtet, um eine Ausbreitung zu vermeiden und die Faulbrut zu bekämpfen. Das Bienenvolk, bei dem die Seuche festgestellt worden war, ist bereits vernichtet worden.

Innerhalb des Sperrbezirks müssen jetzt sämtliche Bienenvölker untersucht werden und gegebenenfalls Gegenmaßnahmen eingeleitet werden. Außerdem dürften keine Bienenvölker aus dem Sperrbezirk heraus- oder in ihn hineingebracht werden. Nach den der Kreisverwaltung vorliegenden Zahlen sind in dem Bezirk rund 15 Imker aktiv.

Der Sperrbezirk ist wie folgt abgegrenzt: Norden: Gemeinde- und Kreisgrenze, Oerlinghauser Straße; Osten: Oerlinghauser Straße bis Bielefelder Straße; Süden: Ölbach, A 33, Holter Straße, Mergelheide, Heideweg, Kaunitzer Straße, Mozartweg, Beethovenstraße (nördlicher Teil), Tenge-Rietberg-Straße, Holter Straße, Am Schloss; Westen: Forstweg, W 19, Gemeindegrenze.

Die Halter von Bienen im Sperrbezirk sind laut Kreisverwaltung verpflichtet, Stand und Zahl ihrer Völker der Abteilung Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung unverzüglich anzuzeigen und Hilfe bei der Untersuchung zu leisten. Alle Bienenvölker und -stände im betroffenen Bezirk sind durch Amtstierärzte oder durch amtlich beauftragte Sachverständige auf Amerikanische Faulbrut zu untersuchen, wie es in der Mitteilung weiter heißt. Diese Untersuchung sei frühestens zwei, spätestens neun Monate nach der Tötung oder Behandlung der an der Seuche erkrankten Bienenvölker zu wiederholen.

Wie die Verwaltung erläuterte, gibt es über die Vernichtung von Bienenvölkern hinaus eine weitere Methode zur Bekämpfung der Seuche. Das ist das sogenannte Kunstschwarmverfahren, bei dem Bienen umgesiedelt werden. Es gilt als sehr aufwendig und ist nur unter bestimmten Bedingungen möglich. Ob es angewendet werden kann, entscheiden die Veterinär-Experten.

Die Kreisverwaltung betont abschließend: „Bei der Amerikanischen Faulbrut handelt es sich um eine reine Bienenkrankheit; für Menschen ist diese Seuche absolut ungefährlich.“ Auch wer heimischen Honig konsumiere, setze sich keinerlei Gefahr aus.

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