Bilanzsumme über vier Milliarden Euro
Bild: Neitemeier
Die addierte Bilanzsumme der Genossenschaftsbanken im Kreis ist 2013 um 5,4 Prozent auf 4,062 Milliarden Euro gestiegen. Das freut (v. l.) Jens Wagemann (Versmold), Andreas Heinze (Rietberg), Harald Herkströter (Halle), Ralf Eifert (Kaunitz), Lothar Wille (Schloß Holte-Stukenbrock), Norbert Brockpähler (Volksbank im Ostmünsterland), Wolfgang Hillemeier (Rietberg), Michael Deitert (Gütersloh) und Rainer Eggert (Versmold).
Bild: Neitemeier

Es ist aber besser ausgefallen als prognostiziert. Ostwestfälisch-bescheiden bezeichnete Bankensprecher Andreas Heinze (Rietberg) das Betriebsergebnis am Freitag vor der Presse als „auskömmlich“.

Was heißt, dass die sechs Volksbanken sowie die Spar- und Darlehnskasse Schloß Holte-Stukenbrock auch mit dem jüngsten Geschäftsjahr recht zufrieden sind – trotz geringer Margen, niedriger Eigenkapitalverzinsung, weniger Provisionsüberschüssen und steigender Anforderungen der Aufsichtsbehörden. Heinze: „Wir stehen sehr ordentlich und gesund da, müssen dafür aber auch fleißig arbeiten.“ Die Bilanzsumme stieg um 5,4 Prozent auf 4,062 Milliarden Euro.

Kreditgeschäft ist Motor des Wachstums

Basis des Erfolgs sind für den Bankensprecher die „solide Geschäftspolitik ohne Experimente“ sowie die tiefe Verwurzelung in einer wirtschaftsstarken Region. Daran soll sich auch im nächsten Jahr nichts ändern. Heinze: „Wir erwarten leichte Zuwächse.“ Mit Sorge blicken die Institute auf die ihrer Ansicht nach weiter niedrigen Zinsen.

Um dennoch gut dazustehen, müssen möglichst viele Geschäfte gemacht werden. Bei den Krediten ist das in diesem Jahr besonders gut und offensichtlich auch ertragreich gelungen. „Da können wir Geld verdienen“, so der Bankensprecher offen. Das Volumen der Ausleihungen kletterte um 5,7 Prozent auf 2,531 Milliarden Euro.

57 Prozent gehen auf das Konto der Wirtschaft, etwas weniger als im Jahr zuvor – für Heinze gleichwohl ein Beleg dafür, dass Gewerbe, Handel und Industrie optimistisch in die Zukunft blicken. Besonders gefragt waren zinsgünstige Sonderkredite (plus 7,8 Prozent auf 576 Millionen Euro).

Mehr Mitglieder und mehr Beschäftigte

Zuwächse von 3,9 Prozent haben auch die Kundeneinlagen auf die Rekordsumme von 2,953 Milliarden Euro steigen lassen. Heinze: „Wir sind für das Geld vieler Menschen der sichere Hafen.“ Kurzfristige Anlagen stehen angesichts des Zinstiefs hoch im Kurs, Termingelder und Spareinlagen sind nicht sehr gefragt. Nach Ansicht der Banker sollten allerdings mehr Menschen die Gunst des Aktienmarkts nutzen, doch, so Heinze: „Viele Kunden sind sehr vorsichtig und zurückhaltend.“

Die Zahl der Mitglieder ist kreisweit um 4355 auf 107 230 gestiegen. Das freut die Verantwortlichen. Am liebsten hätten sie, dass alle rund 200 000 Kunden auch Anteilseigner wären. Um 16 auf 898 ist auch die Zahl der Beschäftigten geklettert. Der Zuwachs geht auf das Konto der Auszubildenden.

Mehr zudiesem Thema lesen Sie auf der Kreisseite Güterlsoh in der „Glocke“ vom 28. Dezember.

SOCIAL BOOKMARKS