Böckstiegel-Museum mit Festakt eröffnet
Bild: Walkusch
Sein Bauwerk ist derzeit in aller Munde: Architekt André Habermann hat vor vier Jahren den Architekten-Wettbewerb des Kreises gewonnen und bekam den Auftrag, das Museum zu errichten. Gestern übergab er offiziell den Schlüssel. Der ist übrigens aus dem gleichen Holz geschnitzt wie die Türrahmen.
Bild: Walkusch

Dass es sich um ein besonderes Gebäude handelt, das ließ sich auch an der Gästeliste ablesen. Unter anderem Landtagspräsident André Kuper, Bundestagsabgeordneter Ralph Brinkhaus (beide CDU), Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl und Dieter Gebhard, Vorsitzender der Landschaftsversammlung Westfalen-Lippe, waren gekommen. Noch einmal ließen die Beteiligten die vergangenen Tage und Jahre Revue passieren. Die ganze Woche wurde bereits mit Spendern, Förderern, Helfern und Nachbarn gefeiert.

„Knapp fünf Jahre ist es her, dass der Stein ins Rollen gebracht wurde“, sagte Landrat Sven-Georg Adenauer. Man habe damals fortgesetzt, was die Kinder des Künstlers, Sonja und Vincent Böckstiegel, begonnen hätten.

Für Ursula Bolte, Vorsitzende der Böckstiegel-Stiftung, ist der westfälische Expressionist schon viel länger ein Thema. Sie hatte nicht nur Tochter und Sohn noch kennengelernt, sondern auch die Witwe des Künstlers, Hanna Böckstiegel. Diese Treffen haben Ursula Bolte nachhaltig beschäftigt, wie sie am Donnerstag erklärte. So sei es der Witwe finanziell sicherlich besser gegangen, hätte sie ein paar Werke des Künstlers verkauft. Aber so habe man zumindest mehr Bilder in der Sammlung der Stiftung, die man ausstellen könne, ohne auf private Leihgaben angewiesen zu sein. Die Stiftung hat nämlich das Erbe Böckstiegels angetreten. Ursula Bolte ist sich sicher, dass sich Sonja und Vincent – die immer im Schatten ihres bekannten Vaters gestanden hätten – über den Neubau an der Stelle, an der der Künstler seine Inspiration fand, gefreut hätten.

Landtagspräsident André Kuper (CDU) erklärte, dass man mit dem Museum der Region und auch dem Land ein kulturelles Juwel gebe. Architekt André Habermann berichtete, wie er von Anfang an die Idee gehabt habe, das Haus wie einen „Findling in der Wiese“ zu errichten. Er überreichte beim Festakt offiziell den Schlüssel und öffnete somit die Tür für alle Besucher, die sich ab Freitag die Ausstellung „Ausdruck seines Ursprungs“ mit 70 Werken Böckstiegels anschauen können.

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In Werther-Arrode ist am Freitag das Museum Peter August Böckstiegel mit einem Festakt eröffnet worden. Das Gebäude, in dem zunächst 70 Werke des Namensgebers ausgestellt werden, wurde in direkter Nachbarschaft zu dessen Geburtshaus gebaut.