Böckstiegel-Museum öffnet am 7. April 2018
Bild: Poetter
Der neue Zeitplan steht: (v.l.): Projektplaner Peer Gertenbach, Ursula Bolte (Vorsitzende der Böckstiegel-Stiftung), Kuratoriumsvorsitzende Elke Hardieck, Kunstvermittlerin Lilian Wohnhas, Stiftungsgeschäftsführerin Beate Behlert und der künstlerische Leiter des Hauses, David Riedel, auf der Baustelle.
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„Ein symbolträchtiges Datum“, sagt Elke Hardieck als Kuratoriumsvorsitzende der Peter-August-Böckstiegel-Stiftung. Mit dem Vorstand der Stiftung habe man sich jetzt auf diesen Termin geeinigt. „Auch wenn das Gebäude bereits zum Jahreswechsel 2017/18 den Eindruck erweckt, dass es fertig sei, so täuscht der Schein“, ergänzt die Vorsitzende der Böckstiegel-Stiftung, Ursula Bolte. Wichtig sei, die Einregelungsphase der Gebäudetechnik einzuhalten. In dieser Zeit finde dann auch der Depotumzug statt.

Untergeschoss ist ein echter Zugewinn

„Man darf gespannt sein“, sind sich Elke Hardieck, Ursula Bolte und der künstlerische Leiter des Museums, David Riedel, einig. Die Region bekomme ein kleines, aber feines Museum, das in seiner Leistungsfähigkeit entgegen der ursprünglichen Planung durch ein aus Spenden finanziertes Untergeschoss mit Raum für Wechselausstellungen, einem adäquaten Depot vor Ort und Fläche für Technik und Wirtschaftsräume aufgewertet werde. Die räumliche Ergänzung sei möglich geworden, weil es der Stiftung gelungen sei, innerhalb eines halben Jahres zusätzlich rund eine Million Euro an Spenden aus der heimischen Wirtschaft in Gütersloh und Bielefeld einzuwerben.

Qualität geht vor Tempo

„Qualität geht vor Tempo“, bringt es Ursula Bolte auf den Punkt. Ausschreibungen, die nicht im Kostenrahmen lagen („Die erste Ausschreibung überstieg das Budget um das Dreifache, auch das zweite Angebot lag 20 Prozent über Plan“), seien aufgehoben worden. Bolte: „Die Investitionskosten befinden sich aktuell mit rund 3,5 Millionen Euro im Rahmen dessen, was Kapitalumwandlung, Zuschüsse aus Fördertöpfen und zusätzliche Spenden möglich gemacht haben.“

Anmutung eines Findlings

Das alles habe Zeit gekostet, bestätigte auch Projektleiter Peer Gertenbach. Um Kosten zu sparen, sei die Natursteinfassade (Kirchheimer Muschelkalk) nicht mehr so kleinteilig wie ursprünglich vorgesehen. Analog dazu gibt es beim Dach statt Naturstein eine Abdichtung aus Quarzsand und Fassadenmaterial. „Eine Einstreuung, die sich der Fassade anpasst und den monolithischen Charakter des Hauses unterstreicht“, so Gertenbach. Erklärtes Ziel aller Verantwortlichen sei es, dem Gebäude im Sinne Böckstiegels die Anmutung eines Findlings auf der Wiese zu geben.“

Am Mittwoch, 24. Mai, rücken nochmals Transportmischfahrzeuge in der Bauerschaft Arrode an, die den Beton für das Dach bringen. Es folgen der Einbau von Fenstern und Türen, vielfältige Installations- und Estricharbeiten sowie der Einbau von Sicherheitstechnik.

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