Brand in Polizeischule
Auf dem Gelände der Polizeischule in Schloss Holte-Stukenbrock hat es am Freitagnachmittag gebrannt.

Neben der Feuerwehr eilten acht Rettungswagen und zwei Notärzte in die Stukenbrocker Senne.

Um 16.47 Uhr war die Gütersloher Feuerwehr alarmiert worden. In einem der älteren Barackengebäude war es in einem ebenerdigen Lagerraum, in dem Kleiderspenden für Flüchtlinge aufbewahrt wurden, zu dem Brand gekommen, erläuterte am Freitagabend Kreisbrandmeister Dietmar Holtkemper. Er war ebenfalls nach Stukenbrock geeilt, um sich selber ein Bild der Lage zu machen. Vier Feuerwehrleute hatten sich seinen Angaben zufolge mit Atemschutzgeräten ausgerüstet, um beim Löschen des Brandes keine giftigen Rauchgase einzuatmen.

Offenbar war es innerhalb eines Kartons zu einem Schwelbrand gekommen, Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes sowie einige Flüchtlinge hatten sich bei Löschversuchen eine leichte Rauchgasvergiftung zugezogen. Neun menschen mussten vor Ort behandelt werden. Unter Leitung von Stadtbrandinspektor Claus Oberteicher konnten die Flammen schnell gelöscht werden, größerer Schaden entstand nach seinen Angaben nicht.

Aufgrund der großen Anzahl von Verletzten wurden neben dem Regelrettungsdienst (zwei Rettungswagen aus Schloß Holte-Stukenbrock, je einer aus Bielefeld, Hövelhof, Oerlinghausen, Rheda-Wiedenbrück, Rietberg und Verl) sowie den beiden Notärzten aus Bielefeld (Rosenhöhe) und Hövelhof der Leitende Notarzt aus Rheda-Wiedenbrück und der Organisationleiter Rettungsdienst zu dem Aus- und Fortbildungsinstitut entsandt. Vier Personen wurden in Krankenhäuser eingeliefert, die anderen vor Ort entlassen oder sie verweigerten den Transport ins Krankenhaus.

Zur Unterstützung der heimischen Feuerwehr war auch der Löschzug Hövelhof alarmiert worden, mit zwei Löschfahrzeugen und fast 20 Kameraden unterstützen sie die Löscharbeiten.

Nach Angaben von Pressesprecher Victor Ocansey gibt es „keinen Hinweis auf Fremdverschulden“. Der Bereitschaftsdienst der Kriminalpolizei bei der Kreispolizeibehörde Gütersloh nahm noch während der Löscharbeiten seine Ermittlungen zur Brandursache auf.

Nach zwei Stunden waren alle Lösch- und Aufräumarbeiten beendet, konnten die letzten Feuerwehrleute des Löschzuges Stukenbrock wieder einrücken.

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